Eintracht 0:4 - viel zu hohe Niederlage gegen Jeddeloh

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Flanke von Rechtsaußen: Patrick Sieghan spielte gegen Jeddeloh eine eher unglückliche Partie. Der SSVer Julian Harings kann hier die Eingabe nicht verhindern.

Northeim. 0:4 gegen den SV Jeddeloh! Klingt dramatisch, einseitig und eindeutig. Aber fast genau das Gegenteil war der Fall. Der FC Eintracht Northeim lieferte dem Überraschungsteam aus der Nähe Oldenburgs ein beherzten Kampf, hatte Torchancen ohne Ende – musste aber eine klare Niederlage im vorletzten Oberliga-Heimspiel dieser Saison hinnehmen.

Fest steht: Das Ergebnis entsprach überhaupt nicht dem Spielverlauf. Allein: Die SSVer nutzten am „Vatertag“ ihre Chancen eben eiskalt.

„Im Zweikampfverhalten war Jeddeloh besser und einfach aggressiver“, meinte Eintracht-Trainer Wolfgang Schmidt. „Leider haben wir nicht unerheblicherweise zu den Gegentoren beigetragen. Nach dem Fauxpas von Patti Gemende vorm 0:2 bist du eigentlich tot.“ Ganz ähnlich sah es auch Teammanager Hartmut Denecke: „Bei den Zweikämpfen war Jeddeloh erheblich präsenter.“ Und auch Northeims Kapitän Marcel Braun meinte: „Eine bittere Pleite. Brutal, diese Chancenverwertung von Jeddeloh!“ Absolut richtig!

Dafür, dass es für beide Teams um eigentlich nichts mehr ging, lieferten sie sich einen packenden Fight. Beide Mannschaften waren gallig, griffig, wollten die Partie nicht abschenken. Fast unaufhörlich liefen die Angriffe aufs gegnerische Tor. Eintracht geriet früh in Rückstand, hatte aber allein in der ersten Hälfte ein halbes Dutzend bester Chancen, um auszugleichen.

Nach der Pause stellte Trainer Schmidt um, nahm Kai Niklas Marx raus, beorderte Christian Horst auf die linke Abwehrseite und brachte Christoph Ziegler. Ausgerechnet Horst hatte dann die dickste Chance zum 1:1, doch SSV-Außenverteidiger Gerrit Kersting klärte auf der Torlinie – Pech für Eintracht (51.) Gute 20 Minuten spielte Northeim fast nur auf das Gästetor, doch alle Anstrengungen blieben letztlich unbelohnt.

Wie sich solche Fußballspiele dann weiter entwickeln, ist bekannt: Jeddeloh war einfach diesen Tick cleverer in der Chancenverwertung, so dass die Northeimer dann viel zu hoch verloren. „Sicher ein verdienter Sieg für den SSV, aber nicht in dieser Höhe“, fand Eintrachts „Sechser“ Christian Horst. „Bei uns fehlte etwas der letzte Biss.“

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