Fußball-Oberliga: Auch beim Derby in Northeim zweimal nur Pfosten und Latte

SVG erneut im „Alu-Pech“

Torschützen beim Luftkampf: Northeims Thorben Rudolph, der per Strafstoß das 1:1 sicherte, gewinnt dieses Kopfballduell gegen Göttingens Stephan Kaul, der das 1:0 besorgt hatte. Foto: zje/gsd

Northeim. Spannend war es, in den Schlussminuten sogar dramatisch. Das Südniedersachsen-Derby zwischen dem FC Eintracht Northeim und der SVG Göttingen hat am Freitagabend die Hoffnungen erfüllt. Am Ende trennten sich die Teams nach Treffern von Göttingens Stephan Kaul (42.) und Thorben Rudolph (90./FE) mit einem 1:1-Unentschieden.

Ein Ergebnis, mit dem die Verantwortlichen leben konnten. „Das war eine Partie wie immer, wenn Northeim gegen Göttingen spielt: Ziemlich ausgeglichen und hart umkämpft“, brachte es SVG-Trainer Knut Nolte auf den Punkt. „Northeim hat in der zweiten Halbzeit viel Druck gemacht und hatte einige Chancen. Daher ist das 1:1 schon in Ordnung.“ Ein bisschen ärgerte ihn allerdings die Tatsache, dass seine Jungs in den vergangenen drei Partien unglaubliche acht Mal (!!!) Pfosten oder Latte getroffen haben - zwei Mal im Derby. „Das ist schon ein bisschen Pech“, sagte er.

Glück für die Northeimer Eintracht war es in der Tat, dass der Freistoß von Micha Alexander aus gut und gerne 30 Metern in der sechsten Minute der Nachspielzeit nur an die Latte klatschte. Sonst wäre der späte Ausgleich von Rudolph schnell wieder dahingewesen.

So war aber auch Malte Fröhlich, der Coach der Gastgeber, nicht unzufrieden. „Wir hatten viel Ballbesitz, sind aber vor dem gegnerischen Tor nicht konsequent genug. Daher ist das 1:1 für beide Mannschaften verdient“, bilanzierte er.

Gewünscht hätte sich Fröhlich natürlich einen früheren Ausgleich. „Ich bin gespannt, was passiert wäre, wenn unser Tor eher fällt. Vielleicht gehen wir dann sogar als Sieger vom Platz.“ Doch so mussten die Eintracht-Anhänger zum wiederholten Male bis zum Schluss zittern, wurden aber erneut nicht enttäuscht. Dass es mit dem Toreschießen derzeit nicht so richtig flutscht, liegt für den Trainer an zwei Namen. „Melvin Zimmermann kam erst eine Viertelstunde vor dem Ende. Er ist ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann. Das gilt auch für Nils Hillemann. So sind wir 60, vielleicht sogar 70 Minuten spielbestimmend gewesen, doch der letzte Pass fehlt. Man merkt, dass es schön wäre, wenn die Jungs nach ihren Verletzungen bald zurückkommen würden.“

Probleme, die auch Knut Nolte bestens kennt. Ihm fehlten im Derby sieben seiner Jungs, darunter Leistungsträger wie Jan Hoffmann, Yannik Freyberg oder Florian Mackes. Trotzdem blieben die Schwarz-Weißen zum fünften Mal in Serie unbesiegt gegen Northeim. Als Lieblingsgegner will Nolte die Eintracht aber nicht bezeichnen. „Ich denke, die Northeimer spielen gegen uns genau so gern, wie wir gegen sie. Da kommen endlich mal viele Zuschauer, da ist die Stimmung gut. Da ist es doch klar, dass sich die Jungs ein bisschen mehr reinhauen, als in einem x-beliebigen anderen Spiel.“ (mwa)

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