4:1-Sieg im Derby-Cup

Ex-05-Stürmer macht Sandweg-Elf noch stärker: SVG top mit Diop

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Schon ganz wieder in Torjäger-Manier: SVG-Neuzugang Lamine Diop (Mitte) zieht im Derby-Cup aufs 05-Tor ab. Rechts der 05er Marc-Jannis Käding.

Göttingen. Beim 4:1-Sieg im Derby-Cup gegen den Fußball-Landesligisten Göttingen 05 setzte Knut Nolte als Trainer des Oberligisten SVG Göttingen gleich vier Neuzugänge ein. Im Blickpunkt stand dabei vor allem einer: Lamine Diop.

Der 21-jährige Stürmer ist nach „einer verlorenen Saison“ bei Nachbar Eintracht Northeim nach Göttingen zurückgekehrt. Mit 15 Toren hatte sich der Stürmer in der vorletzten Spielzeit für die Eintrachtler interessant gemacht. „Aber die Konkurrenz war mit Nils Hillemann und Melvin Zimmermann groß“, blickt Diop zurück. Außerdem zog er sich im vergangenen November einen Bänderriss zu. „Das hat mich bis in den Januar zurückgeworfen“, sagt der Student, der derzeit im Prüfungs-Stress steckt.

Am Donnerstag hat er in seinem Bachelor-Studiengang eine Vorleistungsprüfung im Fach Biologie. Dabei muss er aus 180 Pflanzenarten eine bestimmte Auswahl mit lateinischem Namen benennen können. Als zweites Fach studiert Diop noch Sport im sechsten Semester.

Nachdem der Goalgetter seine Verletzung überwunden hatte, fehlte er noch aus einem anderen Grund: Über die Uni Göttingen machte der Angreifer, dessen Vater Hamet aus Mali (Afrika) kommt, seinen Skilehrer-Schein.

Nun will der ehemalige schwarz-gelbe 05er bei den Schwarz-Weißen ein neues Fußball-Kapitel aufschlagen. Im ersten Test ausgerechnet gegen 05 traf Diop beim 4:1 im „Derby-Cup“ zum 1:0, holte noch einen Foulelfmeter heraus und zeigte, dass er so am Sandweg eher top drauf sein wird als zu einem Flop zu werden. Bei der SVG mache es schon „richtig Spaß, das Training ist gut – ich freue mich auf die Saison“, sagt der Stürmer, der am Sandweg aber wohl damit leben muss, dass er nicht seine Lieblingsnummer bekommen wird.

Das ist die „14“ von seinem französischen Vorbild Thierry Henry, die bei der SVG bereits Tomas Zekas trägt. So wird Diop wohl die „9“ erhalten, die klassische Nummer für einen Stürmer. „Auch ’ne schöne Nummer für einen Stürmer“, lächelt Diop.

Im September 2014 stand er sogar bundesweit kurz im Rampenlicht. Mit einem tollen Tor hatte er es sogar ins „Aktuelle Sportstudio“ des ZDF geschafft und durfte an der Kult-Torwand gegen Andre Breitenreiter antreten – zweimal traf Diop oben links.

Tore auf dem Feld braucht er aber, um sich wieder für die Nationalmannschaft Malis interessant zu machen. Im Januar 2015 war er bei Malis U 20-Team, spielte aber zuletzt keine Rolle mehr. Das soll sich nun wieder ändern. Diop: „Das würde vor allem meinen Opa in Mali freuen.“

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