Ex-Profi Fischer will mit Northeim in die Regionalliga

Northeim. Der Countdown läuft! Noch vier Spiele müssen die Fußballer von Eintracht Northeim in der Oberliga bestreiten – bevor der Stress erst richtig beginnt. Denn dann startet für den aktuellen Tabellenzweiten mit großer Wahrscheinlichkeit die Relegationsrunde um den Aufstieg in die Regionalliga Nord. „Du kannst eine tolle Saison spielen und gefühlte 70 Punkte holen. Wirklich wichtig und interessant sind aber nur die Spiele in der Aufstiegsrelegation. Die müssen wir gewinnen“, sagt Karsten Fischer.

Der 32 Jahre alte Neuzugang und Mittelfeldspieler, der bei den Northeimern auch als Co-Trainer von Coach Malte Fröhlich fungiert, weiß ganz genau, wovon er spricht. Denn Fischer ist der einzige Ex-Profi bei den Gelb-Roten. 20 Partien absolvierte der gebürtige Ostfriese für den VfL Wolfsburg, erlebte bei den Wölfen eine interessante Zeit mit vier Trainern.

„Klar habe ich noch Kontakt zum VfL. Mein Schwiegervater hat eine Dauerkarte und ich gehe hin, wenn es die Zeit zulässt“, sagt Fischer über seinen Ex-Klub, mit dem er aktuell um den Bundesligaverbleib bangt. „Ich glaube, das wir aber richtig eng werden. Vielleicht läuft alles auf ein Finale am letzten Spieltag in Hamburg hinaus.“

Mit Malte Fröhlich, seinem einstigen Co-Trainer in Goslar, freundete er sich an. Und als im vergangenen Frühjahr dessen Anruf kam, ob er nicht für Eintracht Northeim spielen und nebenbei Fröhlichs Assistent sein wolle, ging alles ganz schnell. „Ich habe mit den Verantwortlichen von Eintracht gesprochen, mir auch zwei oder drei Spiele angesehen. Die Northeimer Mannschaft kannte ich schon ein wenig aus Testspielen mit Goslar“, sagt Fischer.

Auf das spannende Saisonfinale mit seiner Eintracht freut sich Fischer. „Den zweiten Platz lassen wir uns nicht mehr nehmen. Die letzten vier Spiele wollen wir alle gewinnen“, betont der 32-Jährige. Nur so könne man die Spannung hochhalten. Danach komme es in den drei entscheidenden Partien vor allem auf die Tagesform an.

Drei Spiele in der Relegation

„Die Konstellation Spieler und Co-Trainer ist nicht einfach, ich wurde aber super aufgenommen“, sagt Fischer. Seine eigene Rolle als defensiver Mittelfeldspieler sieht er als Bindeglied zwischen Defensive und Offensive. Zwei Muskelverletzungen bremsten ihn in dieser Saison ein wenig aus, dennoch gelangen in 21 Partien zwei Tore. „Das ist aber nicht mein Job, da haben wir mit Mehdi Mohebieh, Melvin Zimmermann, Nils Hillemann und Thorben Rudolph viel bessere Spieler“, lobt Fischer seine Kollegen. Auf die Defensive, mit 30 Gegentreffern die zweitstärkste der Liga, ist auch Verlass.

Aus vier mach zwei: So lautet das Motto in der am 28. Mai, einen Tag nach Fischers 33. Geburtstag, beginnenden Relegationsrunde. Dort wird es die Eintracht vermutlich mit dem Bremer SV (Bremen-Liga), Altona 93 (Oberliga Hamburg) und Eutin 08 (Schleswig-Holstein-Liga) zu tun bekommen. Am Ende werden zwei Mannschaften aufsteigen. Fischer: „Wir können es schaffen. Wir sind alle heiß auf den Aufstieg wie Frittenfett.

Von Ralf Walle

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