Auch Hagen/Uthledes Trainer konnte Glück kaum fassen

Bei Eintracht Northeim leckt man nach der Niederlage seine Wunden

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Ab durch die Mitte: Marc-Yannik Grunert hatte es hier mit zwei Gegenspielern zu tun. 

Northeim. Carsten Werde, Trainer des Fußball-Oberligisten FC Hagen/Uthlede, fasste seine Gefühle nach dem 2:0-Sieg beim Tabellenführer Eintracht Northeim ziemlich gut in Worte.

„Ich konnte mich nach dem 1:0 für uns kurz vor der Pause kaum freuen, weil die Führung einfach maximal unverdient war. Wir hätten nach einer Viertelstunde 0:2 oder 0:3 hinten liegen müssen. Wir hatten einfach Glück, dass Northeim seine Chancen nicht genutzt hat.“

Ganz so einfach sah Northeims Coach Philipp Weißenborn das Ganze nicht. „Man muss Hagen/Uthlede auch zugutehalten, dass die Jungs 100 Prozent Herz und Leidenschaft investiert haben.“ Die Leistung seiner Kicker sah er zwar durchaus kritisch, „aber nach einer Niederlage stellen wir jetzt sicherlich nicht alles in Frage. Die erste Halbzeit war sogar ziemlich ordentlich. 

Wir hatten Spiel und Gegner im Griff. Aber es reicht eben nicht, Chance um Chance herauszuspielen. Man muss auch mal eine davon nutzen“, kritisierte er. Aber am Sonntag hätten die Northeimer vermutlich auch noch eine Stunde weiterspielen können - ein Tor wäre vermutlich nicht dabei herausgesprungen. Das belegte - stellvertretend für etliche weitere Möglichkeiten - Linus Baar, der kurz vor Schluss im Anschluss an eine Ecke nur die Latte traf.

In Abwesenheit des an den Adduktoren verletzten Thorben Rudolph strahlten die Gastgeber in Durchgang zwei zu wenig Torgefahr aus. „In den zweiten 45 Minuten war die Partie viel ausgeglichener. Da muss ich meinen Jungs vorwerfen, dass sie einfach zu hektisch geworden sind. Wir hätten den Ball weiter ruhig laufen lassen müssen. Dann hätten sich die Chancen automatisch ergeben. Davon bin ich überzeugt“, sagt Weißenborn.

Die Mienen im Eintracht-Lager hellten sich am Sonntag erst wieder ein wenig auf, als man hörte, dass der HSC Hannover in Heeslingen lediglich zu einem 0:0-Unentschieden gekommen war. Damit übernahmen die Landeshauptstädter zwar die Tabellenführung, dies aber nur mit einem Punkt Vorsprung. Und abschließend versprach Hagen-Trainer Werde noch Schützenhilfe. Schließlich gastiert der HSC am letzten Spieltag der Saison beim Northeim-Besieger.

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