Fußball-Oberliga: Weckruf für die SVG Göttingen

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Gewimmel im SVG-Strafraum: Göttingens Florian Mackes (links) kann hier per Kopf gegen Spelles zweifachen Torschützen Stephan Raming-Freesen klären.

Northeim/Göttingen. Irgendwann musste es den Aufsteiger SVG Göttingen in der Fußball-Oberliga mal erwischen. Dass die Schwarz-Weißen aber ausgerechnet gegen den Tabellenelften SC Spelle-Venhaus mit dem 1:3 ihre erste Niederlage in dieser Saison kassierten, war so nicht eingeplant. Ein Dämpfer zur rechten Zeit?

Es sei der Mannschaft indes auch einmal eine schlechte Leistung zugestanden, die aber nach Meinung von Trainer Knut Nolte und den Spielern unter anderem auf die widrigen Platzverhältnisse zurückzuführen war. Ein Kombinationsspiel, wie es die SVG liebt und beim 2:0 gegen Wunstorf auf ihrem neuen Kunstrasenplatz eindrucksvoll gezeigt hatte, war auf dem holprigen Untergrund nicht möglich. Das bekam vor allem SVG-Torjäger Yannik Freyberg zu spüren, dem, setzte er zu seinen gefürchteten Sprints an, der Ball häufig versprang. Eine saubere Ballkontrolle war eben nicht möglich. Deshalb wollte die Mannschaft auch auf Kunstrasen spielen, was der Vorstand mehrheitlich ablehnte (HNA berichtete).

Als Alibi darf diese Tatsache aber nicht gelten. Denn auch der Gegner musste mit den Platzverhältnissen klarkommen, ließ die Gastgeber nie so recht ins Spiel kommen und gewann am Ende auch durchaus verdient. Nach dieser Niederlage sind die SVGer erst einmal hinter Egestorf/Langreder auf den dritten Tabellenplatz zurückgefallen, haben aber dennoch weiterhin sehr gute Chancen auf den zweiten, den Relegationsplatz.

„Auch in der Höhe verdient“

Während bei der SVG also Wundenlecken angesagt war, war die Stimmung bei der Northeimer Eintracht nach dem 4:1 gegen Uelzen logischerweise bestens. Das lag aber nicht nur an den drei Punkten, die das Team auf den sechsten Platz hievten. „Ich bin froh, dass es endlich wieder losgegangen ist. Wir haben uns acht Wochen gut vorbereitet, aber jetzt hat man auch gemerkt, dass die Jungs unruhig geworden sind“, sagte Trainer Wolfgang Schmidt nach dem ersten Oberliga-Auftritt seiner Truppe im Jahr 2016.

Von den 90 Minuten gegen das Tabellenschlusslicht gefielen ihm allerdings die ersten 20 nicht ganz so gut. „Wir haben auch dort sicher nicht enttäuscht, aber man hat gemerkt, dass wir bisher nur auf Kunstrasen trainiert und gespielt haben. Der Boden war tief. Es hat gedauert, bis wir uns an diesen Untergrund gewöhnt hatten. Danach haben wir aber unsere Überlegenheit ausgespielt und am Ende auch in dieser Höhe verdient gewonnen.“

Das sah mit Dennis Flügge auch ein Uelzener Kicker so, der in der vergangenen Saison noch das Eintracht-Dress getragen hat. „Nachdem wir kurz vor der Pause das 1:2 gemacht hatten, dachte ich eigentlich, dass wir in Durchgang zwei noch etwas bewegen können. Aber wir haben leider alles vermissen lassen, was uns letzte Woche beim Sieg gegen Jeddeloh noch ausgezeichnet hat. Deshalb haben wir auch verdient verloren.“ (wg/gsd-mwa)

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