Fußball-Oberliga: Northeim fühlt sich verschaukelt, SVG stoppt Trend

Gespaltene Gefühlswelt

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Unzufrieden! Northeims Coach Malte Fröhlich kritisierte nach der Niederlage in Wunstorf auch seine Mannschaft, vor allem aber den Schiedsrichter.

Northeim/Göttingen. Ihre zweite Niederlage mit dem 1:2 beim 1. FC Wunstorf kassierte Eintracht Northeim unter überaus unglücklichen Umständen. Hingegen stoppte Ligakonkurrent SVG Göttingen nach vier sieglosen Spielen den Abwärtstrend mit einem überzeugenden 2:0-Auswärtssieg gegen TB Uphusen.

Beim Verlassen des Rasens im Wunstorfer Stadion am Freitagabend konnten die meisten Akteure von Eintracht Northeim noch immer nicht fassen, was zuvor dort abgelaufen war. Obwohl sie das Spiel dominiert hatten, mussten sie die Heimreise nach dem 1:2 mit leeren Händen antreten.

Die Kritik der Verantwortlichen hatte zwei Adressaten: Den Schiedsrichter, aber auch die eigene Mannschaft. „Wir haben das Spiel bestimmt, aber zwei dicke Böcke geschossen, die Wunstorf genutzt hat“. stellte Trainer Malte Fröhlich fest. Dass allerdings der Unparteiische derart massiv in das Spiel eingegriffen hatte, war für ihn unbegreiflich. „Ich meckere nicht oft über Schiedsrichter, aber was der Unparteiische da abgeliefert hat, habe ich noch nie erlebt.“ Damit spielte er auf ein reguläres Tor an, welches wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht gegeben sowie einen klaren Elfmeter nach Foul an Mohebieh, der ebenfalls nicht gegeben wurde.

Trotz allen Ärgers über die erste Auswärtsniederlage richtet Fröhlich seine Kicker wieder auf. „So schwer das auch zu erklären ist. Auch das sind Dinge, aus denen wir lernen müssen“. Die Ereignisse von Wunstorf sollten alle Northeimer schnell abhaken, schließlich steht bereits am Sonntag das nächste Spitzenspiel bevor. Dann geht es zur Arminia nach Hannover, eines der Top-Teams dieser Saison und derzeit Tabellenführer.

Kusch erstmals in Startelf

Trotz der personell angespannten Situation – kurz vor dem Spiel in Uphusen fiel auch noch Micha Alexander aus, für ihn bestritt der lange verletzte Florian Mackes sein erstes Punktspiel – feierte die SVG Göttingen ihren zweiten Auswärtssieg bei TB Uphusen. „Es wäre schon ärgerlich gewesen, hätten wir verloren und wären in der Tabelle unten reingerutscht“, meinte SVG-Trainer Knut Nolte.

Seinen dritten Treffer erzielte der Ex-Landolfshäuser Lukas-Alva Kusch und ist damit derzeit erfolgreichster Torschütze der Schwarz-Weißen, obwohl er in Uphusen erstmals von Beginn an dabei war. „Lukas hat so überragend trainiert, dass er jetzt einfach mal dran war“, begründete Nolte die Maßnahme, Kusch für Lamine Diop auflaufen zu lassen.

Erneut erwies sich die Defensive der Göttinger als ein Bollwerk, dass schwer zu knacken ist – zweifellos auch ein Verdienst der Innenverteidigung mit dem bereits 39-jährigen Jan Hoffmann und dem Ex-Nörtener Julian Keseling. (osx/wg-gsd)

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