SVG Göttingen 0:4 gegen Spelle: Viel Aufwand und kein Ertrag

Er sollte nach der Pause nochmal neuen Druck machen: Doch auch wenn Yannik Freyberg (Mitte) hier mit viel Power antritt – für den großen Umschwung konnte auch der eingewechselte SVGer gegen die Speller Florian Hoff (10), Christoph Ahrens (18) und Philipp Elfert (14) nicht sorgen. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Das 2:0 der SVG Göttingen in Uphusen am vorletzten Sonntag scheint nur ein kurzes Strohfeuer gewesen zu sein. Nach dem Auswärtsieg setzte es gegen den SC Spelle-Venhaus eine desillusionierende 0:4-Heimpleite an einem völlig missratenen Samstagnachmittag. „Eine richtige Klatsche und auch noch komplett verdient“, gab SVG-Trainer Knut Nolte zu.

Die Partie war ein klassisches Beispiel dafür, wie viel Aufwand und auch Aktionismus in keinem Verhältnis zum Ertrag und vor allem zu Effektivität stehen können. Die Schwarz-Weißen machten und taten, aber es kam eben einfach nichts dabei rum.

„Das war richtig scheiße“, posaunte Florian Evers hinterher unüberhörbar im obligatorischen Mannschaftskreis hinaus. Fatal vor allem, dass die SVGer fast 40 Minuten mit einem Mann mehr auf dem Feld standen, nachdem sich Spelles Jannik Landwehr nach 51 Minuten vom Platz meckerte. Und trotz dieser numerischen Unterzahl trafen die Emsländer sogar noch zweimal, was den Göttingern zusätzlich kein gutes Zeugnis ausstellt.

Zwei Chancen für Evers

Die Partie begann sehr abwechslungsreich von beiden Seiten. Martin Wiederhold kam nach 17 Minuten ein Schritt zu spät bei der ersten SVG-Chance. Zehn Minuten später ergaben sich für Evers zwei Möglichkeiten in gut 60 Sekunden: Erst zog er von halbrechts flach ab, dann versuchte er es mit links, doch SC-Keeper Gellhaus wehrte zur Ecke ab. „Wir hatten zwei klare Chancen und dann geben wir das Spiel in zwei Minuten komplett aus der Hand“, ärgerte sich SVG-Teammanager Thorsten Tunkel. „Wir sind einfach zu tor-ungefährlich.“

Ganz anders dagegen Spelle: Raming-Freesen köpfte eine Rechtsflanke von Stegemann ein, dann stand SC-Torjäger Sascha Wald völlig frei und traf unbedrängt zum 2:0 – und die SVG stand im Regen. Und hatte auch noch Pech, als Georgios Mittas Sekunden vor der Halbzeit nur den rechten Pfosten traf.

Zur zweiten Hälfte brachte Trainer Nolte mit Nagels einen neuen Torwart für den am Knöchel verletzten Omar Younes, der allerdings vor der Pause zwei, drei unsichere Szenen hatte. Zudem sollte Yannik Freyberg mehr Druck in der Offensive machen, was jedoch nur bedingt der Fall war. Die baldige personelle Dezimierung war den Spellern keineswegs anzumerken. Nach 57 Minuten traf Florian Hoff den Pfosten, nach einem Lehrbuch-Konter musste Wald nur noch zu seinem siebten Saisontor abstauben, Raming-Freesen traf noch unter die Latte. Coach Nolte: „Wir sind zu überhastet, kriegen keine Konstanz ins Spiel.“

Ehrung für Mackes

Vorm Spiel wurde SVG-Verteidiger Florian Mackes für vorbildlich faires Verhalten geehrt. „Freut mich, das ganze Team setzte das Fairplay um“, meinte er selbstlos. Wenigstens dies war bei den SVGern erfreulich. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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