Jahreshauptversammlung: Stadion-Infrastruktur und Fusion mit dem JFV sind Themen

Große Pläne bei Eintracht

Ehrungen: Eintracht Northeims Vorsitzender Wolfgang Hermann (rechts) hat Dieter Ring (Mitte) bei der Jahreshauptversammlung für 60-jährige Mitgliedschaft im Verein ausgezeichnet. Für 40 Jahre ehrte er Alfred Wilfer (Zweiter von links) und Klaus Deppe (Zweiter von rechts). Seit 20 Jahren gehört David Vaupel (links) der Eintracht an. Foto: zhp

Northeim. Große Pläne hat man beim FC Eintracht Northeim. Das wurde jetzt bei der Jahreshauptversammlung des Vereins in der Stadiongaststätte deutlich. Beherrschende Themen waren geplante Bauarbeiten im Gustav-Wegner-Stadion und eine anstehende Fusion mit dem JFV Northeim.

Dass die Eintracht gerne lieber heute als morgen einen Kunstrasenplatz ihr Eigen nennen würde, ist kein Geheimnis. Die fast schon katastrophale Wintervorbereitung der Oberliga-Fußballer hat die Verantwortlichen nochmals bekräftigt, ihr Vorhaben voranzutreiben. Bisher ist man bei der Stadt aber auf taube Ohren gestoßen, wenn es um das Thema Finanzierung ging.

Darüber hinaus soll die komplette Infrastruktur des Geländes am Rhumekanal verbessert werden. Unter anderem ist an die Ausweitung der Parkflächen und eine Modernisierung der Kabinen gedacht.

Für die bauliche Seite veranschlagte Vorsitzender Wolfgang Hermann in den kommenden Jahren Kosten in Höhe von rund 600 000 Euro. Den Eigenanteil des Vereins sieht er bei 20 Prozent. Rund die Hälfte des Geldes wünscht er sich von der Stadt. „Die Stadt muss zu ihren Sportlern stehen“, fordert er. Weiteres Geld soll über Sponsoren gewonnen werden.

Verein und Stadt verhandeln derzeit über die Übernahme der Sportanlage. Die Behörde hat eine auf 20 Jahre angelegte Vereinbarung ins Auge gefasst. Eintracht hat zwölf Jahre angeboten, wie Hermann mitteilte.

Um dem Northeimer Fußballzentrum den notwendigen sportlichen Unterbau zu geben, ist eine Fusion der Eintracht mit den Nachwuchskickern des JFV zur Saison 2016/2017 geplant. Die Eintracht hat aktuell rund 500 Mitglieder, der JFV verfügt über 220 Mitglieder mit 167 aktiven Spielern in elf Mannschaften von der F- bis zur A-Jugend. Darunter sind auch drei Talente des Jahrgangs 2002, die bereits den Sprung in die Auswahl des niedersächsischen Fußball-Verbandes (NFV) geschafft haben.

Dietmar Herrdum, Vorsitzender des JFV, steht den Plänen aufgeschlossen gegenüber. „Wir haben eine einmalige Chance, vielleicht sogar noch mehr als die Oberliga zu erreichen. Wir wollen die nötigen Strukturen schaffen und haben ein klares Konzept.“ Nach vier Jahren Ko-Existenz der Vereine sei die Zeit nun reif, den nächsten Schritt zu machen. „Ich glaube, wir haben alles da, um langfristig Erfolg zu haben.“ (zhp)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.