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Eintracht Northeim gewinnt erstes Pflichtspiel des Jahres mit 2:1 gegen Hagen/Uthlede

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Von: Marco Washausen

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Die Lufthoheit hatte die Eintracht mit Tristan Heine (rechts) am Sonntag eher nicht, dennoch blieben die drei Punkte am Rhumekanal. Hier setzt sich der Hagener Finn-Niklas Klaus durch.
Die Lufthoheit hatte die Eintracht mit Tristan Heine (rechts) am Sonntag eher nicht, dennoch blieben die drei Punkte am Rhumekanal. Hier setzt sich der Hagener Finn-Niklas Klaus durch. © Ottmar Schirmacher

Mit drei Punkten ist der FC Eintracht Northeim am Sonntag in die Abstiegsrunde der Fußball-Oberliga gestartet. Der FC Hagen/Uthlede wurde im Gustav-Wegner-Stadion 2:1 (1:0) besiegt.

Northeim - Wie sehr beeinflussten Corona und Verletzungen den Kader, den Trainer Philipp Weißenborn zur Verfügung hatte?

Nicht so schlimm, wie Anfang der Woche noch zu befürchten war. Zwar fehlten beispielsweise Kapitän Marc-Jannik Grunert, Torben Glombitza, Stürmer-Neuzugang Mert Yilmaz sowie Noah und Marco Sander, dennoch hatte die Eintracht eine durchaus schlagkräftige Truppe zusammen, die um die ersten drei Punkte des Jahres kämpfte - und sie schließlich auch holte.

Wie lief die Partie?

Die Planungen von Hagen-Trainer Benjamin Duray waren schon nach wenigen Minuten hinfällig. Bei einem Kopfballduell fiel Verteidiger Clemens Schoppenhauer unglücklich auf die Schulter und musste runter.

Zu Beginn spielte sich viel im Mittelfeld ab. Die erste gute Chance gehörte den Gästen, doch nachdem Finn-Niklas Klaus Eintracht-Keeper Tim Tautermann bereits umdribbelt hatte, war der Winkel zu spitz. Zudem traf er den Ball nicht voll (20.). Eintrachts erstes Ausrufezeichen folgte kurz darauf: langer Ball auf Julen Mediavilla, der noch an Torhüter Yannick Becker scheitert, doch den Nachschuss versenkt Maurice Weinhardt flach vom Strafraum - 1:0 (24.)! Das brachte die zuvor leicht tonangebenden Hagener aus dem Konzept. Die knappe Eintracht-Führung zur Pause war okay.

Und die bauten die Gastgeber kurz nach Wiederbeginn aus. Nach schönem Zuspiel von Finn-Niklas König lief Maciej Wolanski seinem Gegenspieler davon und schloss trocken ins lange Ecke ab (50.). Doch damit war die Entscheidung noch nicht gefallen. Hagen brachte den dritten Stürmer, agierte mutiger und wurde belohnt. Luca Mittelstädt verkürzte per Kopf (60.). Acht Minuten vor dem Ende hatte Fabio Danneberg die Entscheidung auf dem Fuß, schaffte es aber, den Ball aus drei Metern über das Tor zu setzen. In der Nachspielzeit bekamen die Northeimer einen strittigen Elfmeter zugesprochen. Weinhardt war zwar im Gesicht getroffen worden, doch zuvor hatte es bereits ein Foul der Eintracht gegeben. Letztlich egal, denn Retwan Defli verschoss gegen Yannick Becker (90.+3).

Geht das Ergebnis in Ordnung?

Die Northeimer versuchten sich spielerisch durchzusetzen. Körperlich waren sie gegen die hochgewachsenen FC-Kicker unterlegen, überzeugten aber (phasenweise) mit Kombinationsfußball. Hagen/Uthlede war darauf bedacht, mit langen Bällen ihre Stürmer in Szene zu setzen. Das gelang nur bedingt. Nach dem 2:0 sahen die Northeimer wie die sicheren Sieger aus, aber der Anschluss änderte die Vorzeichen. Hagen drückte, Northeim konterte. Dicke Chancen hatten beide. Dazu kamen lautstarke Kommentare von den Gästen, die sich benachteiligt fühlten. Abstiegskampf pur! Dass am Ende der Heimsieg ein wenig glücklich war, dürfte im Eintracht-Lager bereits Sekundenbruchteile nach dem Abpfiff niemanden mehr interessiert haben. (Marco Washausen)

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