Fußball: Zweiter Test-Sieg des Oberliga-Aufsteigers beim 3:1 gegen KSV Baunatal

SVG Göttingen heiß drauf bei 41 Grad

Foulelfmeter! Baunatals Kim Sungwoo (links) bringt Göttingens Ex-Northeimer Ali Ismail zu Fall. Die Szene beobachtet Josu de las Heras Vicuña (rechts), der den fälligen Strafstoß verwandelte. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Das Auto-Thermometer zeigte am Samstagnachmittag 41 Grad. Ist Fußball bei diesen Temperaturen zumutbar für die Spieler? Für Oberliga-Aufsteiger SVG Göttingen und Regionalliga-Absteiger KSV Baunatal war es an der Grenze.

Etwas heißer als die Hessen waren die Göttinger, die nach dem 2:1 gegen Goslar mit dem 3:1 gegen den KSV zu ihrem zweiten Test-Sieg kamen. Schiedsrichter Niklas Milczewski gewährte vier Trinkpausen. KSV-Coach Tobias Nebe fasste zusammen: „Gesund ist das bei dieser Hitze nicht.“

Bemerkenswert, dass SVG-Trainer Knut Nolte trotz des Fehlens von sechs Stammspielern gegen die ambitionierten Baunataler, die den sofortigen Wiederaufstieg in die Regionalliga Südwest als Saisonziel ausgegeben haben, erneut eine gute Leistung seiner Mannschaft sah. „Baunatal hat schon ein Superteam, ist aber anfällig bei Kontern“, beobachtete Nolte. So sprach denn auch sein Gegenüber Nebe, dass „wir durch einen katastrophalen Fehlpass im Mittelfeld mit 0:1 in Rückstand geraten. Und vorn waren wir nicht zwingend genug, da hat uns der letzte Wille gefehlt“.

Baunatal verschießt Elfer

Bezeichnend, dass die Gäste aus Nordhessen einen umstrittenen Handelfmeter in der 66. Minute nicht zum 2:2 verwandeln konnten. Sefa Cetinkaya scheiterte mit einem harmlosen Schuss an Göttingens Schlussmann Denny Cohrs. Ganz anders die Gastgeber, bei denen Josu de las Heras Vicuña einen von Sungwoo Kim an Ali Ismail verursachten Foulelfmeter sicher verwandelte zum vorentscheidenden 3:1 (72.).

Stephan Kaul hatte die SVGer nach 31 Minuten mit einem Schuss ins lange Toreck in Führung gebracht. Nur zwei Minuten später überwand Vicuña mit einem 40 m-Freistoß den zu weit vor seinem Kasten stehenden Tobias Schloeffel zum 2:0.

Zwar bestimmte der hessische Landesligist über weite Strecken das Spiel, konnte sich aber selten gegen die gut gestaffelte SVG-Defensive entscheidend durchsetzen. Pech hatte allerdings der eingewechselte Nico Schrader, der in der 52. Minute das Leder aus kurzer Distanz volley an den SVG-Querbalken jagte. So blieb für Nebe die Erkenntnis, dass noch viel Arbeit auf ihn und seine Mannschaft wartet.

Bitter endete die Partie für den SVGer Tomas Zekas: Bänderriss im rechten Knöchel, sechs Wochen Pause!

Tore

1:0 Kaul (31.), 2:0 Vicuña (33.), 2:1 Aktemuer (56.), 3:1 Vicuña (72./FE). (gsd)

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