Fußball-Oberliga: Northeim schießt sich den Frust von der Seele – SVG Göttingen bleibt unbesiegt

„Heute hat so gut wie alles geklappt“

Da fliegt er ins Leere: Uphusens Keeper Lucas Feldmann konnte einem am Sonntag schon ein wenig leid tun. Er kassierte in Northeim gleich sieben Gegentore. Hier muss er einen Schuss von Patrick Sieghan aus rund 35 Metern passieren lassen. Fotos: zij (1)/osx (1)

Northeim / GÖttingen. Dass die Northeimer Eintracht am Sonntag favorisiert gegen den Turnerbund (TB) Uphusen ins Spiel geht, war klar. Daran änderten auch die zuvor vier Niederlagen aus den fünf Spielen gegen die Top-Teams der Fußball-Oberliga nichts. Dass es nach 90 einseitigen Minuten dann aber sage und schreibe 7:0 (6:0) für die Heimelf stehen würde, hatte wohl niemand erwartet.

„Heute hat so gut wie alles geklappt. Fast jeder Ball war drin. Da konnten wir nicht mehr viel falsch machen“, sagte Marc-Jannick Grunert nach der Partie. Der Mittelfeldspieler musste beim Derby in Göttingen noch 90 Minuten auf der Bank schmoren, machte nun gegen Uphusen mit einer starken Partie aber kräftig Eigenwerbung und krönte das auch mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 3:0.

Den Schlüssel zum Erfolg sah er in der richtigen taktischen Einstellung. „Wir sind früh drauf gegangen und haben den Gegner unter Druck gesetzt.“ Nicht ganz unwichtig dürfte auch die Tatsache gewesen sein, dass es schon nach zwei Minuten 1:0 für Northeim stand, weil Grunert nach rund 40 Sekunden bereits elfmeterreif gefoult worden war.

Dass die Partie dann zu einem Offensiv-Feuerwerk wurde, hatte wohl auch mit den Niederlagen der vergangenen Wochen zu tun. „ Ein bisschen Frust von der Seele schießen war da auf jeden Fall dabei“, gestand Grunert.

Die Leidtragenden waren die Jungs aus dem Bremer Umland von Trainer Dennis Offermann. „Heute hat bei uns gar nichts gepasst. Wir waren jederzeit total unterlegen. Ich kann wirklich nichts finden, was auch nur irgendwie positiv war.“

Spätestens jetzt Spitzenteam

Spätestens nach dem 2:2 im Spitzenspiel beim 1. FC Germania Egestorf/Langreder muss Aufsteiger SVG Göttingen zu den Topteams in dieser fünften Liga gezählt werden. Denn noch immer ist es keiner Mannschaft auch nach dem elften Spieltag gelungen, die Schwarz-Weißen zu besiegen.

Dabei war das Team von Trainer Knut Nolte ganz dicht an einer weiteren Überraschung, den Egestorfern die erste Heimniederlage beizubringen. Doch es fehlte nur eine Minute in der Nachspielzeit und in dieser die Konzentration, doch noch den 2:2-Ausgleich zu verhindern.

Und nicht das erste Mal in dieser Saison machten die Göttinger einen Rückstand so wie in Egestorf nach dem 0:1 bereits nach fünf Minuten wett. Gegen Bückeburg machten sie aus einem 1:2-Rückstand ein 4:2, in Heeslingen lagen die SVGer 0:1 und 1:2 zurück, schafften in der Nachspielzeit das 3:2, um dann aber noch das 3:3 zu kassieren. Auch gegen Lingen drehte die Sandweg-Elf nach 0:1-Rückstand das Spiel und gewann 2:1.

Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass Nolte nachvollziehbar ärgerlich über den späten 3:3-Ausgleich in Egestorf war. Denn auf den Tabellendritten hätten die Göttinger bei einem schon sicher geglaubten Sieg einen Abstand von sechs Punkten machen können. (mwa/wg-gsd)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.