Fußball-Oberliga: Abstiegsgefährdete SVG Göttingen am Sonntag gegen Osnabrück II

„Ich glaube fest an die Wende“

Punkten für den Klassenerhalt: Yannik Freyberg (am Ball, gegen Uphusens Bastian Helms) trifft mit seiner akut abstiegsgefährdeten SVG Göttingen am Sonntag auf die Reserve des VfL Osnabrück. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Als Trainer Knut Nolte und Fußball-Abteilungsleiter Thorsten Tunkel im vergangenen Sommer den Klassenerhalt als Ziel für die neue Saison in der Fußball-Oberliga ausriefen, wurden sie von vielen belächelt. Fünf Spieltage vor dem Saisonende stellt sich jetzt aber heraus, dass das Duo mit dieser vorsichtigen Prognose durchaus richtig lagen. Denn wie schon in der vergangenen Serie spielen die Schwarz-Weißen eine unterirdische Rückrunde und belegen vor dem Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen den VfL Osnabrück II den ersten Abstiegsplatz.

Die Bilanz der Schwarz-Weißen im Sportjahr 2017 liest sich wie eine Auflistung des Grauens. In sieben Partien nach der Winterpause gelang kein einziger Sieg. Nur beim torlosen Remis bei Arminia Hannover und beim dürftigen 1:1 gegen den fast schon abgestiegenen TB Uphusen gelangen zumindest Remis, die den Fall in der Tabelle aber auch nicht bremsen konnten. Denn in der Rangliste ging es nach der Winterpause vom siebten auf den 13. Rang hinunter. Die sieben Punkte Vorsprung zum Abstiegsrang sind längst Geschichte.

Dass auch der kommende Gegner schwächelt, dürfte da nur ein kleiner Trost sein. Denn die Drittliga-Reserve gewann nur das Auftaktspiel nach der Winterpause gegen Oldenburg, holte aus den weiteren sechs Partien nur noch zwei Zähler. Bezeichnend für die Schwächeperiode der Osnabrücker: In sieben Partien nach der Winterpause gelangen dem aktuellen Tabellenfünften nur magere drei Tore.

Doch die Osnabrücker haben den Vorteil, dass sie die letzten fünf Partien befreit aufspielen können. Den Klassenerhalt haben sie längst sicher. „Das muss nicht immer nur gut sein“, sagt Göttingens Abteilungsleiter Tunkel aus eigener Erfahrung. „Nicht immer geht man in solchen Situationen an sein Optimum.“

Doch genau dies taten die Akteure des Vorjahressechsten in den vergangenen Partien auch nicht – weshalb nun ein ganzer Klub auf Besserung hofft. „Ich glaube fest an die Wende. Wir sind auf einem Abstiegsplatz angekommen, jetzt dürfte auch der letzte Spieler bei uns gemerkt haben, was bei uns los ist“, sagt Tunkel. In der Vorrunde habe es genau so eine Situation auch schon gegeben. Damals sei man vor dem Spiel in Cloppenburg auf einen Abstiegsrang zurückgefallen. Was folgten, waren drei Siege und eine positive Serie bis zur Winterpause. „So eine Serie brauchen wir wieder. Ich bin mir sicher, dass wir am Sonntag beweisen werden, dass wir noch gewinnen können“, sagt Tunkel. Nach abgelaufener Sperre kehrt Julian Keseling ins Team zurück. Auch die lange verletzten Jan Hoffmann und Alexander Burkhardt sind wieder fit.

Wegen des Radrennens „Tour d’Energie“ ist am Sonntag die Anfahrt zum Stadion am Sandweg nur über die Stettiner Straße möglich. (raw)

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