Es kann nur besser werden

SVG Göttingen am Dienstag im Nachholspiel beim BV Cloppenburg

Er vergab nach 60 Sekunden die Riesen-Chance zur Führung: Der SVGer Yannik Freyberg (weißer Dress) zieht hier an Sulingens Pascal Löhmann vorbei. Foto: ats/gsd

Göttingen. Am Sandweg ist die Stimmung bei der SVG Göttingen erst einmal im Keller. Passt auch zum Tabellenplatz. Nach dem 2:3 gegen Aufsteiger Sulingen leuchtet bei den Schwarz-Weißen die rote Laterne. Alarmstimmung! Und das ausgerechnet auch noch vor dem Nachholspiel am Dienstag beim BV Cloppenburg, der sein Auswärtsspiel am Sonntag bei Aufsteiger Celle mit 2:0 gewann.

„Wenn du schon nicht gut spielst, musst du wenigstens deine Torchancen nutzen“, war SVG-Teammanager Thorsten Tunkel hinterher fast schon am Verzweifeln. „Es ist zurzeit schon eine harte Kunst!“ Die absolut unzureichende Chancenverwertung zieht sich schon wie ein roter Faden durch die bisherige Saison. Immer wieder lassen die SVGer selbst klarste Torgelegenheiten liegen. Wie wäre die Partie gegen Sulingen verlaufen, wenn Jannik Freyberg nach einer Minute nicht freistehend und unbedrängt über das TuS-Tor geschossen hätte? Natürlich eine rhetorische Frage. Aushilfs-Trainer Jan Hoffmann wollte dazu nichts sagen, Freyberg so vor Kritik schützen.

Nach wie vor bleibt somit nur Neuzugang Lucas Duymelinck (Bundesliga-Lieblingsverein: Schalke 04) die einzige Konstante in der Offensive. Doch auch sein fünfter Saisontreffer zum 2:3-Anschluss blieb schließlich nur eine Marginalie. Befremdlich: Während der Partie machten sich einige SVGer auf dem Platz gegenseitig an – ein Zeichen, dass es mit dem Nervenkostüm nicht zum Allerbesten bestellt ist? Auch die nach dem Abpfiff von einigen Akteuren geäußerte herbe Kritik an Schiedsrichterin Sina Diekmann lenkte nur von den eigenen Unzulänglichkeiten ab.

„Ich habe mir Sonntagabend noch die doppelte Portion Horror angetan: Erst den ,Tatort‘ angeschaut und dann nochmal unser Spiel“

Teammanager Thorsten Tunkel

Auch die Tatsache, dass Trainer Knut Nolte noch mindestens bis Mitte November krankgeschrieben ist, gereicht dem Team nicht zum Vorteil.

Eher bedenklich stimmen auch die restlichen sechs Spiele bis zur Winterpause. Jetzt folgen mit Cloppenburg (Dienstag), Arminia Hannover (10., am kommenden Sonntag) und Überraschungs-Aufsteiger Atlas Delmenhorst (7., am 11. November) drei Auswärtsspiele. Dann geht’s zuhause gegen Aufsteiger Celle und Vorsfelde, ehe das Fußballjahr in Wunstorf (4.) abgeschlossen wird. Eine Spielplan-Gestaltung, die sicher keine Wunderdinge erwarten lässt.

Einziger Pluspunkt: Weil schon am Dienstag in Cloppenburg erneut gespielt wird, gibt es nur wenig Zeit, sich nach der dritten Heimniederlage gegen Sulingen den Kopf zu zermartern.

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