Retwan Defli hat in der letzten Spielminute den Siegtreffer für die Gastgeber auf dem Fuß

Eintracht Northeim und BW Schwalbe Tündern spielen 1:1-Unentschieden

Flugeinlage: Retwan Defli, hier von zwei Gegenspielern in die Zange genommen, hatte Sekunden vor dem Abpfiff den Siegtreffer auf dem Fuß.
+
Flugeinlage: Retwan Defli, hier von zwei Gegenspielern in die Zange genommen, hatte Sekunden vor dem Abpfiff den Siegtreffer auf dem Fuß.

Northeim – Auch nach dem dritten Spieltag der Fußball-Oberliga muss der FC Eintracht Northeim weiter auf ein Erfolgserlebnis warten. Am Sonntag kam das Team im Gustav-Wegner-Stadion am Rhumekanal gegen BW Schwalbe Tündern beim 1:1 (0:1) aber wenigstens zum ersten Punktgewinn.

Was tat sich in den 90 Minuten?

Dass sich in diesem Duell das Vorjahres-Schlusslicht (Tündern) und der Drittletzte der abgebrochenen Serie gegenüberstanden, war anfangs nicht zu verheimlichen. Vieles blieb Stückwerk, etliche Pässe gingen ins Leere oder zum Gegner, auf herausgespielte Torchancen mussten die Zuschauer lange verzichten. Und als Tündern in Person von Lucas Neckritz mit einem viel zu kurzen Rückpass auf seinen Keeper ein Geschenk verteilte (38.), nahm Northeims Richard Alex Rocha es nicht an - drüber! Wie man Chancen nutzt, zeigte auf der Gegenseite Lukas Kramer, der allein vor Keeper Christopher Meyer die Nerven behielt und den Gast mit seiner einzigen Chance in Front schoss (41.)

Kurz nach Wiederbeginn hätte Rocha seinen Fauxpas ausbügeln können, zog gegen Masur im Tündern-Tor aber erneut den Kürzeren (49.). Das läutete jedoch eine starke Northeimer Phase ein, die mit dem Ausgleich endete: Erst lenkte Masur einen Schlenzer von Maurice Weinhardt noch an den Pfosten, eine Szene danach war es aber vollbracht, und Weinhardt schob den Ball zum 1:1 über die Linie. Das sorgte für Stimmung auf den Rängen und eine deutlich breitere Brust der Eintracht-Kicker auf dem Feld.

Das Spiel war plötzlich deutlich schwungvoller und die Eintracht sichtbar bemüht, den zweiten Treffer nachzulegen. Die letzte Chance hatten dann auch die Gastgeber: Der Schuss von Retwan Defli war schon am Torwart vorbei, in letzter Sekunde rettete aber ein Abwehrspieler, ehe der Ball die Torlinie überqueren konnte.

Geht das Ergebnis in Ordnung?

Die Eintracht war Tündern technisch überlegen. Mit flinken Spielern wie Louis Riedel, Tristan Heine oder Fabio Danneberg hatte der Gast seine Probleme und konnte sich oft nur mit Fouls helfen. In der Schlussviertelstunde wollten beide Teams den Dreier, machten ihre Bemühungen aber oft mit Ungenauigkeiten selbst zunichte. Tündern rettete den einen Punkt ins Ziel, Northeim hätte drei verdient gehabt.

Wie beurteilte Eintracht-Trainer Ringling die Partie?

„Wenn man die Endphase mit unseren guten Chancen sieht, dann ist klar, dass wir enttäuscht sind. Aber wir müssen einfach mehr aus den Gelegenheiten machen, die wir haben. Da sind wir noch nicht abgezockt genug. Sonst bin ich zufrieden mit dem Auftritt der Mannschaft. Wir haben viele Bälle erobert und gut umgeschaltet.“ (Marco Washausen)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.