Fußball-Oberliga: Deutliche Worte vom Eintracht-Coach / Auch bei der SVG Göttingen läuft es noch nicht rund

„Keine bunte Tüte und kein Pony“

Vorbei an Freund und Feind: Weder Northeims Nils Hillemann noch Hannovers Keeper Andreas Mikroulis kommen hier an den Ball. Die Eintracht gewann am Sonntag 4:1 und kletterte damit an die Tabellenspitze. Foto: zij

Northeim/ Göttingen. Die Tatsache, auch nach dem zweiten Spieltag in der Fußball-Oberliga noch ungeschlagen zu sein, dürfte nur die Spieler, Verantwortlichen und Fans von Eintracht Northeim rundum zufrieden stimmen. Denn während die Rot-Gelben nach dem 4:1 über den HSC Hannover die Tabellenspitze eroberten, musste sich die SVG Göttingen mit einem 1:1 gegen Blau-Weiß Bornreihe und dem sechsten Tabellenplatz begnügen.

Dass die Northeimer am Sonntagabend die Tabelle anführen würden, zeichnete sich eine halbe Stunde nach dem Anpfiff im Gustav-Wegner-Stadion noch nicht ab. Zu schwach war bis zu diesem Zeitpunkt der Auftritt gegen den Aufsteiger aus Hannover, der verdient mit 1:0 führte. Dass die Gastgeber am Ende noch mit 4:1 gewinnen würden, stimmt Eintracht-Trainer Malte Fröhlich nur bedingt zufrieden.

„Die erste Halbzeit war eine Frechheit. Das war unfassbar schlecht.“ In der Kabine gab es deutliche Worte. „Ich habe den Jungs gesagt, dass wir hier nicht bei Peggys sechstem Kindergeburtstag sind und es am Ende für jeden eine bunte Tüte und ein rosa Pony gibt. Das scheinen sie verstanden zu haben.“

In der Tat. Angestachelt durch den Ausgleichstreffer von Karsten Fischer kurz vor der Pause drehte die Heimelf in Durchgang zwei mächtig auf und gewann nach weiteren Toren von SiIvan Steinhoff und einem Doppelpack von Patrick Sieghan noch deutlich. So standen am Ende zwar drei Punkte, aber bis dahin hatte Fröhlich in seinem ersten Oberliga-Heimspiel als Trainer so einiges durchzustehen. „Nach 20 Minuten hätte ich in den Stuhl beißen können. Erst nach dem 3:1 konnte ich etwas beruhigter zuschauen“, gestand er. Unter der Woche werden nun speziell die ersten 45 Minuten aufgearbeitet, damit es am Samstag in Cloppenburg möglichst von Beginn an rund läuft beim Tabellenführer.

Null Chancen in erster Hälfte

Gleich gibt’s Rot: Göttingens Jan-Niklas Linde (vorn) wird von Bornreihes Nils Gresens festgehalten. Im Fallen trat der SVG-Mittelfeldspieler nach, ein zweites Mal nach dem Aufstehen. In Unterzahl erreichte die SVG noch ein 1:1. Foto: Jelinek/gsd

Der Nachbar aus Göttingen freut sich am Sonntag auf das zweite Heimspiel in Folge. Allerdings bedarf es gegen FT Braunschweig einer gewaltigen Leistungssteigerung, um den zweiten Saisonsieg perfekt zu machen. „Wir müssen uns den Vorwurf gefallen lassen, dass wir zu spät mit dem Fußballspielen angefangen haben“, kommentierte Göttingens Abteilungsleiter Thorsten Tunkel das Remis gegen Bornreihe.

Die komplette erste Hälfte liefen die Gastgeber gegen die Defensive des Aufsteigers ideenlos an. „Dabei wollten wir richtig Druck machen. Doch Spielfluss kam bei uns überhaupt nicht auf und Tempo war auch nicht im Spiel“, bemängelte Göttingens Kapitän Florian Evers. „Und nach der Pause war dann der der zweite und letzte Schuss auf unser Tor auch noch drin. Bitter!“

Stark aber, wie die SVG auf den Rückstand und anschließenden Platzverweis für Jan-Niklas Linde reagierte. „Mittlerweile wissen alle, wie wir spielen, die Gegner schlafen nämlich nicht auf dem Baum. Der eine Punkt kann aber noch einmal wichtig werden. Wir wollen jedenfalls wieder lange ungeschlagen bleiben“, meinte Evers. (mwa/raw)

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