Fußball-Oberliga: SVG in 15 Partien ungeschlagen / Northeim spektakulär beim 4:4

„Können auch Schlamm!“

Auf der Überholspur: Göttingens Florian Evers (li.) hängt Jeddelohs Malte Müller ab. Die SVG startet am kommenden Wochenende als ungeschlagener Tabellenzweiter in die Rückrunde. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen/Northeim. „Land unter“ – Dieses Motto galt am Sonntag auch in der Fußball-Oberliga, in der vier Partien abgesagt wurden. Weiter auf Kurs liegt die SVG Göttingen, die durch das 2:0 über den SSV Jeddeloh in der Tabelle näher an Spitzenreiter Wolfsburg heranrückte.

Kurios verlief dagegen das Northeimer Gastspiel beim 1. FC Wunstorf, das 4:4 endete.

Die Partie in Wunstorf zwischen dem Tabellenvierten und dem Sechsten zählte ganz klar zu den sehenswerten Partien der Oberliga – trotz Dauerregens und heftigen Windböen. Stark, wie Doppeltorschütze Melvin Zimmermann sowie Marc-Jannick Grunert und Patrick Sieghan die Eintracht mit ihren Toren auf die Siegerstraße brachten. Kurios, dass Wunstorfs Torhüter Tobias Schiller der zwischenzeitliche Ausgleich mit einem Abschlag gelang. Imponierend, wie die Gastgeber nach dem 1:4-Zwischenstand in nur knapp 30 Minuten noch einen Punkt ins Ziel retteten.

Klar, dass Northeims Trainer Wolfgang Schmidt über das Remis nach einer 4:1-Führung nicht gerade entzückt war. Doch anders als beim 4:5 am zweiten Spieltag in Spelle wurde die Eintracht am Sonntag nicht hektisch. „Die Wunstorfer haben erfahrene und abgeklärte Spieler in ihren Reihen. Die haben nie aufgesteckt und einfach ruhig weitergespielt. Im Gegensatz zur vergangenen Saison haben wir eine neuformierte Defensive. Wir hätten eine unserer Kontermöglichkeiten zum fünften Tor nutzen müssen, dann hätte es für drei Punkte gereicht“, meinte Schmidt.

„Wir haben eine geile Hinrunde gespielt! Wir geben weiter Gas bis zum letzten Spiel“, brüllte Florian Evers von der SVG Göttingen in den Kreis, den die Spieler nach dem Abpfiff am Sonntag bildeten. Es war eine Kampfansage des noch immer ungeschlagenen Teams an die Konkurrenz. Das 2:0 gegen Jeddeloh war der neunte Sieg bei sechs Unentschieden.

Platz ist umgepflügt

Schade nur, dass der Platz nach dem Dauerregen am Sonntag fast völlig umgepflügt wurde. „Wir können auch Schlamm“, meinte Team-Manager Thorsten Tunkel hinterher im Hinblick auf das letzte Heimspiel dieses Jahres gegen den VfL Oldenburg am 29. November. Weil der A-Platz ramponiert ist, will er sich nun beim NFV um eine Sondergenehmigung für den neuen Kunstrasenplatz bemühen.

Eine große Geste gab es von der SVG am Montag. Sie verlängerte den Vertrag mit Martin Schiller, der sich beim 2:0 bei Lupo Wolfsburg einen Kreuzbandriss zuzog, bis zum Ende der Saison 2016/17. Tunkel: „Wir wollen ihm damit zeigen, dass wir weiter auf ihn setzen und ihm einen Platz im Kader freihalten.“

Neben dem letzten Heimspiel gegen Oldenburg hat die SVG dieses Jahr jetzt noch zwei Auswärtsspiele in Uphusen und bei Arminia Hannover. Bleibt sie auch da unbesiegt, kommt Platz zwei immer näher, der zur Teilnahme an der Relegation zur Regionalliga berechtigt. Was für eine Perspektive für den Aufsteiger! (raw/ haz-gsd)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.