Maurice Fiolka kommt aus Lohfelden

Kräftiger Aderlass bei Vizemeister Eintracht Northeim 

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Maurice Fiolka kommt vom FSC Lohfelden.

Von einer ruhigen Sommerpause kann bei Fußball-Oberligist FC Eintracht Northeim derzeit keine Rede sein. Ein schlagkräftiger Kader muss her.

Dabei überrascht wurden die Verantwortlichen von mittlerweile neun Abgängen. Ein Zehnter könnte folgen. Dem stehen erst drei neue Kicker gegenüber. Ein Überblick. Folgende Spieler wurden vor dem letzten Heimspiel verabschiedet:

Mattis Daube: Nach einem starken Jahr zieht es den ambitionierten Mittelfeldspieler zu Viktoria Berlin in die Regionalliga Nordost.

Yannik Freyberg: Der Stürmer will aus beruflichen Gründen fußballerisch kürzertreten.

Nicolas Grupe: Verletzungen brachten ihn um Spielzeit in der 1. Mannschaft.

Christoph Ziegler: Will fußballerisch einen Gang zurückschalten, soll aber unbedingt im Verein bleiben.

Kurz darauf wurde der Wechsel von Patrick Hofmann zur SVG Göttingen publik. Der Abwehrspieler verspricht sich beim Landesligisten mehr Spielzeit.

Doch dabei blieb es nicht. Gleich drei Jungs mit Nörtener Vergangenheit gehen zur neuen Serie zurück zum SSV.

Nils Hillemann: War sieben Jahre bei Eintracht und kehrt zurück zu seinen Wurzeln.

Tobias Stief: Mit ihm war abgesprochen, dass er nach einem „Probejahr“ problemlos zum SSV zurückkehren könne. Von dieser Möglichkeit macht er Gebrauch.

Silvan Steinhoff: Sein Abgang kam für Eintracht überraschend. Er kam aus der Nörtener Jugend und hat sich zum Leistungsträger gemausert. Ein herber Verlust.

Nicht weniger schmerzhaft ist der Abschied von Finn Rettstadt. Der laufstarke Mittelfeldspieler hatte in der Rückrunde mit hartnäckigen Verletzungen zu kämpfen. Die Folge für ihn: Er will kürzertreten.

Kommt nun noch Martin Wiederhold hinzu, den es beruflich nach Hannover zieht und der mit dem HSC in Kontakt stehen soll, würden sich die Eintracht-Abgänge auf zehn summieren, denen bisher erst drei Neuzugänge gegenüberstehen.

Am Dienstagabend präsentierte der sportliche Leiter Philipp Weißenborn nun Maurice Fiolka. Der defensive Mittelfeldspieler kommt vom FSC Lohfelden aus der Hessenliga. In der Jugend kickte der 27-Jährige unter anderem für den SCW Göttingen und Eintracht Braunschweig. Er wohnt in Duderstadt. Der Kontakt kam über Neu-Trainer Simon Schneegans zustande. Weißenborn: „Maurice ist ein unangenehmer Gegenspieler. Das haben wir in den Tests gegen Lohfelden gemerkt. Ich hoffe, dass er uns mit seiner Spielweise weiterhelfen wird.“

Ende Mai war Cetin Erbek (aus Hildesheim) vorgestellt worden. Ein offenes Geheimnis (aber von Eintracht noch nicht offiziell bestätigt) ist, dass Co-Trainer Oliver Hille seinen Sohn Jonas Hille aus Hainberg mitbringt.

„Die Zahl der Abgänge hat uns überrascht, speziell die kurzfristigen. Aber jeder einzelne davon ist für sich erklärbar. Wir hatten gedacht, dass wir mit Aufbruchsstimmung in die neue Serie starten können, um unsere Ziele diesmal zu erreichen. Dafür soll vier Mal pro Woche trainiert werden. Das sind Zeit und Arbeit, die nicht jeder investieren kann“, sagt Eintracht-Vorstandsmitglied Moritz Braukmüller. Sein Klub hat weitere Neuverpflichtungen angekündigt. 

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