Fußball-Oberliga: Eintracht Northeim Spitzenreiter und SVG Göttingen Schlusslicht

Ungewöhnlicher Rettungsversuch: Göttingens Amin Al Debek (rechts) versucht, Northeims Silvan Steinhoff (Mitte) im Straucheln aufzuhalten. Links rutscht der SVGer Marco Galante heran, um den Ball wegzugrätschen. Foto: Jelinek/gsd

Northeim/Göttingen. Nach dem durchaus heftigen Verbal-Duell zwischen Eintracht Northeims Coach Malte Froehlich und Knut Nolte von der SVG Göttingen nach dem NFV-Pokalspiel im Juli erschien Nolte am vergangenen Samstag nach der 1:4-Pleite im Gustav-Wegner-Stadion nicht zu dem kleinen Trainer-Treff nach Spielschluss.

„Mit dem rede ich nicht mehr“, blieb der Göttinger Coach der kleinen Frage-und-Antwortrunde fern. Stattdessen vertrat ihn SVG-Teammanager Thorsten Tunkel am Mikro. Der hatte vor dem Spiel auf Braukmüllers Nachfrage den Mund noch ganz schön voll genommen: „Wie hoch wir gewinnen, ist mir egal“, hatte Tunkel unter anderem geantwortet. Die Realität im Südniedersachsen-Derby sah am Ende freilich anders aus.

Knut Nolte

Nämlich so: Die Northeimer glänzen als Spitzenreiter, haben vier von fünf Spielen gewonnen. Dennoch gibt sich Coach Froehlich zurückhaltend: „Wir haben zwölf Punkte aus fünf Spielen, da will ich keine Prognose abgeben.“ Eintracht-Kapitän Christian Horst dagegen selbstbewusst: „Wir steigern uns von Woche zu Woche.“

Am kommenden Sonntag müssen die Northeimer bei Arminia Hannover antreten. Murat Salar, Trainer der „Blauen“, saß am vergangenen Samstag auf der Tribüne und machte sich eifrig Notizen.

Bei den SVGern schrillen die Alarmglocken dagegen immer lauter. Das Schlusslicht ist auch nach dem fünften Spiel weiter ohne Sieg, hat zusammen mit Aufsteiger Celle die meisten Gegentreffer kassiert (13). Und am kommenden Sonntag kommt mit dem VfL Oldenburg der Tabellenzweite an den Sandweg.

„Ich predige seit Wochen, dass wir die individuellen Fehler abstellen müssen – sonst wird es schwer“, redete Teammanager Thorsten Tunkel nach dem Derby Klartext. Während einige Spieler lieber nichts sagen wollten, stellte sich Yannik Freyberg: „Dass es schwierig werden würde, haben wir gewusst. Die Spiele, die wir gewinnen müssen, kommen aber erst noch. Northeim ist durch Zimmermanns Sonntagsschuss in Führung gegangen und hat nach der Pause noch ’ne Schippe draufgelegt.“

Malte Froehlich

Reue zeigte indes Thorben Rudolph. In der 53. Minute war er mit Göttingens Florian Evers nach dessen „Textil-Foul“ heftig aneinandergeraten, mit Gelb von Schiedsrichter Otto nach einer Tätlichkeit glimpflich davon gekommen, nachdem er den SVGer umgestoßen hatte. Rudolph: „Ich habe überreagiert, hätte anders reagieren müssen.“ (haz/gsd-nh) 

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