Fußball-Oberliga: Ex-Landolfshäuser soll die Offensive des Nolte-Teams verstärken

Mit Kusch geht SVG ein Licht auf

Offensivstark: SVG-Neuzugang Lukas Kusch (am Ball) lässt Bremkes Torwart Maximilian Bilgeshausen ins Leere grätschen und schiebt beim 6:3 im Sparkasse Göttingen Cup locker zum 1:1 ein. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Nach elf Minuten war es so weit: Lukas Alva Kusch nimmt den Ball im Strafraum an, lässt Bremkes Torhüter Bilgeshausen ins Leere springen und schiebt mit der rechten Innenseite zum 1:1 ein. Sein erstes Tor für seinen neuen Verein SVG Göttingen im Sparkasse Göttingen Cup. Es soll natürlich bei weitem nicht das letzte sein für den Oberligisten, den Kusch jetzt als neue Herausforderung betrachtet.

„Ich will jetzt Vollgas geben“, sagt Kusch, der aus Schwarmstedt stammt und wegen seines Studiums nach Göttingen kam. Sport und Wirtschaftspädagogik hat er belegt, ist derzeit im vierten Semester.

In den vergangenen beiden Spielzeiten war Kusch, der am Mittwoch seinen 25. Geburtstag feiert, beim TSV Landolfshausen in der Landesliga. In der vorletzten Saison kam er zu den TSVern, half mit, den Aufstieg in die Landesliga perfekt zu machen. Mit viel Motivation startete er in die vergangene Serie, doch im November 2015 zog er sich im Training einen Meniskusriss zu – die Saison war gelaufen. Kusch: „Die Verletzung tat gar nicht weh. Aber dann wurde ein MRT gemacht...“

22 Tore in 27 TSV-Spielen

Dennoch: In 27 Spielen für Landolfshausen traf Kusch satte 22 Mal, eine starke Quote! So soll’s am besten auch bei der SVG weitergehen. Nachdem er vor vier Monaten operiert worden war, läuft es nun wieder besser. Seit der vergangenen Woche ist er wieder im Mannschaftstraining. „Das Knie hat gehalten, ich hatte keine Probleme“, freute er sich nach dem Startelf-Debüt gegen Bremke, nachdem ihn SVG-Trainer Knut Nolte am Samstag beim Test in Baunatal eingewechselt hatte und Kusch den Elfer zum 1:1 herausgeholt hatte.

Nolte hat ihn auch an den Sandweg gelotst. „Trotz meiner Verletzung rief er mich seinerzeit an, das hat mich beeindruckt. Ich war ja gerade operiert worden“, blickt Kusch zurück. Bei der SVG spielt er jetzt auf der rechten Seite, wo er seine Stärken ausspielen kann: „Meine Schnelligkeit, das Eins gegen Eins, und außerdem weiß ich, wo das Tor steht“, so der Neu-SVGer selbstbewusst, der in Weende in einer Fußball-WG mit den Landolfshäusern Moritz Jünemann und Patrick Kraus wohnt.

So, nun gilt es noch, das kleine Geheimnis um seinen zweiten Vornamen aufzulösen. Nach der Lektüre eines Buches fand Kuschs Vater Peter, dass Alva nach dem amerikanischen Glühlampen-Erfinder Thomas Alva Edison (siehe Stichwort) gut passen würde. Da also rührt der eher ungewöhnliche Vorname her. Geht nun auch der SVG mit Kusch in der Offensive noch ein weiteres Licht auf? (gsd/nh)

Von Helmut Anschütz

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