Nach einem Drittel der Saison brennt die rote Laterne im Gustav-Wegner-Stadion

Die Lage spitzt sich zu bei Eintracht Northeim

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In 14 Pflichtspielen unter Regie von Coach Simon Schneegans (links) und Co-Trainer Oliver Hille gab es lediglich zwei Siege. 

Northeim – Gesprächsstoff liefern die Oberliga-Fußballer des FC Eintracht Northeim derzeit genug. Dafür sorgt in erster Linie natürlich das miserable erste Saisondrittel, welches das Team als Schlusslicht mit sechs Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz beendet hat.

Kein Wunder, dass immer öfter eine Frage laut wird: Wie lange sind Simon Schneegans und Oliver Hille noch Trainer bei der Eintracht? Sonntag gegen 15.45 Uhr, beim Halbzeitpfiff der Partie gegen den VfL Oldenburg, lag eine Antwort nah: „Vermutlich nicht mehr lange.“ Schließlich lagen die Northeimer zu diesem Zeitpunkt mit 0:4 zurück. Ein Debakel deutete sich an.

Es folgte allerdings eine zweite Halbzeit, die zwar nicht in einem Happy End gipfelte, in der die Mannschaft aber deutlich machte, dass sie keinesfalls tot ist. „Wir hatten uns in der Pause eigentlich nur noch vorgenommen, uns ordentlich zu verabschieden“, sagte Co-Trainer Oliver Hille nach der Partie bei der Pressekonferenz. „Dann hatten wir allerdings das Glück, einen Treffer zu machen, mit dem nicht jeder gerechnet hat. In der Folge war es eben nicht so, dass der Tabellenletzte abgeschlachtet wurde. Danach haben auch wir unseren Teil dazu beigetragen, dass es ein attraktives Spiel wurde. Am Ende muss ich sagen: Ich hätte gern einen Punkt mitgenommen. In der Halbzeit hätte ich aber nie und nimmer gedacht, dass ich das nach der Begegnung sagen würde.“

Dass ein Remis durchaus im Bereich des Möglichen lag, räumte auch Oldenburgs Coach Dario Fossi nach dem 6:4-Erfolg ein. „Die erste Hälfte war gut. Wir haben Northeim mit unserer sehr offensiven Aufstellung nicht ins Spiel kommen lassen und zudem nahezu aus jeder Chance ein Tor gemacht. Nach der Pause waren wir viel zu schläfrig. Da hat man gesehen, was der Gegner kann. Ich kann nur sagen: Knüpft an diese zweite Halbzeit an. Die war bärenstark. Wir hatten immer tolle Spiele gegen Eintracht Northeim. Ich hoffe, dass ihr da unten herauskommt.“

Lob, für das sich Oliver Hille und seine Jungs sprichwörtlich auch nichts kaufen konnten. Hille: „So verrückt das klingen mag: Wir müssen darauf aufbauen, dass wir vier Tore gegen einen starken Gegner geschossen haben.“ Wenn man aber erneut sechs Buden kassiert, wie bereits zuvor gegen Delmenhorst, ist nichts Zählbares zu holen.

Nächster Gegner ist TuS Bersenbrück (So. 14 Uhr). Dieses Team warf die Northeimer am 22. April im Halbfinale aus dem Pokal. Der Beginn der Negativspirale. In der Folge verspielte die Truppe den Aufstieg in die Regionalliga und setzte den Saisonstart in die neue Runde in den Sand.

Fest steht: Gibt es gegen Bersenbrück (Platz neun) die nächste Pleite, dürfte die Diskussion um das Trainerduo Schneegans/Hille immer heftiger werden.

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