Trotz Rückzug des größten Spenders - positive Stimmung 

Jahreshauptversammlung bei Eintracht Northeim: Harmonie trotz größter Krise des Vereins

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Der Eintracht-Vorstand mit (von links) Hartmut Denecke, Tim Schwabe, Florian Becker und Moritz Braukmüller führte souverän durch die Versammlung. 

Am Donnerstagabend fand die Jahreshauptversammlung des FC Eintracht Northeim stattfand. Kurz nach bekannt werden des Rückzugs des größten Spenders. 

Das war ein großer Verdienst der Vorstandsmitglieder Tim Schwabe (1. Vorsitzender) und Moritz Braukmüller, die die Versammlung souverän leiteten und etliche Fragen bereits beantworteten, bevor sie aus dem Plenum gestellt werden konnten. 

„Wir haben kein normales Jahr hinter uns. Wir waren eigentlich permanent im Ausnahmezustand“, sagte Braukmüller bereits bei der Begrüßung der 65 Eintrachtler und verwies auf die Erfolge und auch Misserfolge der Fußballteams sowie weitere Themen, die den Klub in den vergangenen zwölf Monaten bewegt haben (Absage des Osterfeuers, Bauarbeiten im Stadion, Eisstockschießen beim Weihnachtsmarkt).

Mit Blick auf den Herrdum-Rückzug sprach Schwabe von der schwersten Phase seit Gründung des Vereins. „Das ist eine Situation, die so absolut nicht absehbar war. Wir müssen jetzt anpacken, dann können wir gestärkt aus dieser Krise herauskommen.“

Die Finanzen

Entgegen der ursprünglichen Planung für die Saison 19/20 fehlen der Eintracht nun rund 200.000 Euro. Der Sanierungsplan sieht folgendes vor: Die Hälfte des Geldes soll dadurch gespart werden, dass quer durch alle Abteilungen der Rotstift angesetzt wird. Geld, welches verplant war, beispielsweise für das Wintertrainingslager der 1. Mannschaft, wird gestrichen. 50.000 Euro sollen bei den Gehältern wegfallen. Das betrifft Trainer, Spieler, aber auch die festangestellten Mitarbeiter. Die letzten 50.000 Euro sollen durch gesteigerte Einnahmen ausgeglichen werden.

Folgen für den Fußball

Noch mehr als bisher sollen die A-Junioren und jungen Spieler aus der U23 in die 1. Mannschaft eingebaut werden. Die haben mit Florian Mackes und Lukas Bode bereits zwei Kicker aus beruflichen Gründen verlassen. Ob im Winter womöglich weitere Abgänge folgen, ist noch unklar. Schwabe: „Wir werden mit jedem Spieler sprechen. Ob alle den neuen Weg mitgehen, weiß ich nicht.“

Die Bauarbeiten

Die Arbeiten im Obergeschoss des Gebäudes im Gustav-Wegner-Stadion sollen im Dezember fertig sein. Darin stecken bisher rund 1600 Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Die Planungen, wie es im Erdgeschoss weitergeht, laufen und werden mit Blick auf das nun deutlich kleinere Budget angepasst. Fest steht aber, dass es im Frühjahr 2020 weitergehen wird. 

Ende des vergangenen Monates zog sich der Spender zurück. Neben dem Kampf um den Klassenerhalt, musste der Verein jetzt auch finanziell kämpfen

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