Handball-Oberligist unterliegt Umstadt

Lichtblick blieb beim TSV Vellmar aus

+
Ausgebremst: Vellmars Jonas Koch (links) wird vom Umstädter Lorenz Schevaro gestoppt. 

Vellmar – Ein Lichtblick vor der Winterpause, er hätte so gut in diese besinnliche Zeit gepasst. Stattdessen aber machte sich bei Handball-Oberligist TSV Vellmar wieder einmal Ernüchterung breit. Die 25:32 (13:14)-Heimniederlage gegen die MSG Umstadt-Habitzheim spiegelte dabei den bisherigen Saisonverlauf des Tabellenschlusslichts wider.

Verunsicherung scheint eine natürliche Auswirkung von Misserfolgen zu sein. Das daraus resultierende mangelnde Selbstvertrauen war dem TSV anfangs deutlich anzumerken. Im Angriffsspiel fehlten den Gastgebern Risikobereitschaft und Durchschlagskraft – kein Wunder also, dass es nach sechs Minuten 0:4 für die Gäste stand.

TSV-Trainer Gordon Hauer war regelrecht gezwungen, eine frühe Auszeit zu nehmen. „Die ersten Minuten haben wir komplett verschlafen“, machte Hauer auf ein Problem aufmerksam, das beim TSV einen beinahe traditionellen Charakter hat. Um nicht viel zu früh den Anschluss zu verlieren, war eine Reaktion gefragt.

Und sie kam. Lance-Phil Stumbaum per Strafwurf und Jonas Koch verkürzten. Als kurz darauf Frederik Drönner auf 3:4 stellte, waren die Gastgeber im Spiel angekommen. Es entwickelte sich ein unterhaltsamer Schlagabtausch, bei dem der TSV-Coach bereits nach 20 Minuten den siebten Feldspieler einsetzte. Vellmar blieb hartnäckig und besonders die Entschlossenheit vom eifrigen Drönner ließ so etwas wie Hoffnung auf der Tribüne aufkeimen. 13:14 zur Pause, beste Voraussetzungen für einen spannenden zweiten Spielabschnitt. Aber es war wie verhext. Der Ausgleich schien nicht fallen zu wollen, obwohl die Chancen da waren. Drönner scheiterte am Pfosten, Stumbaum mit einem Siebenmeter an Torwart Dennis Weih. Genau genommen hätte der TSV das Ergebnis kurz nach der Halbzeit drehen können – wäre da nicht dieser Mischmasch aus Pech und Unvermögen gewesen. Der Kampf und die Körpersprache stimmten, nur die Vellmarer Tore fielen in den entscheidenden Momenten nicht. „Das verfolgt uns schon die gesamte Saison“, bewertete Coach Hauer diesen Umstand. Am Ende zogen die Gäste, die vor dem Tor einfach abgeklärter agierten, davon. Das deutliche Ergebnis sagte allerdings nur bedingt etwas über den Spielverlauf aus – haushoch überlegen war Umstadt nämlich nicht.

Vellmar:Gumula, Herwig – Staubesand 3, Brückmann 1, Stumbaum 5/4, Willrich 1, Drönner 10, Petrovszki, Hujer 1, Djuric 2/2, Koch 1, Berninger 1, Vukadinovic, Lanatowitz.

Von Raphael Wieloch

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.