Fußball-Oberliga: Das Schlusslicht SVG Göttingen trifft auf den Vorletzten Eintracht Celle

Mehr Kellerduell geht nicht!

Die SVG im Sturzflug: Göttingens Jan Niklas Linde (links) benötigt mit seiner SVG am Sonntag dringend einen Sieg im Oberliga-Kellerduell über Celle. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Das Team auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht, der Trainer seit Wochen krank und die Perspektive schlecht: Die SVG Göttingen hat in ihrer langen Vereinsgeschichte schon viel bessere Tage erlebt, als im aktuellen Herbst. Umso wichtiger deshalb, dass die Schwarz-Weißen in der Fußball-Oberliga ihren ungebremsten Fall erst einmal stoppen. „Wir müssen dieses Spiel gewinnen, egal wie“, sagt Göttingens Fußballabteilungsleiter Thorsten Tunkel vor dem Heimspiel am Sonntag (14 Uhr) gegen den MTV Eintracht Celle.

Eine SVG in der Form von vor zwei Jahren hätte mit dem Aufsteiger sicherlich keine große Mühe. Vor zwei Jahren eilten die Göttinger in der Oberliga von Sieg zu Sieg, überwinterten ungeschlagen und durften sich sogar Gedanken über einen Aufstieg in die Regionalliga machen.

Im November 2017 ist alles anders. Jetzt regiert das blanke Entsetzen. Bei der 2:9-Packung am vergangenen Samstag in Delmenhorst gaben die Südniedersachsen ein jämmerliches Bild ab. Kein Aufbäumen, kein Kampf, keine oberligataugliche Leistung. Dennoch nimmt Tunkel seine Spieler in Schutz. „So eine schwierige Phase wie jetzt hatten wir noch nie am Sandweg. Nach diesem Spiel hätte es eigentlich niemand verdient, nochmal in der Startelf zu stehen. Jeder bekommt aber eine Chance zur Wiedergutmachung.“

Trainer weiter krank

Die Übergangstrainer Jan Hoffmann und Piotr Podolczak vertrauen deshalb zum großen Teil wieder jenen Spielern, die das Team in den vergangenen Wochen in den Keller ritten. Verteidiger Alexander Burkhardt kassierte in Delmenhorst seine fünfte Gelbe Karte und ist deshalb gesperrt. Lukas Kusch fehlt verletzt, Yannick Hogrefe ist im Urlaub und Georgios Mittas krank.

Sieben Punkte beträgt der Rückstand der SVG auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Kein anderes Team hat so wenig Siege nach 13 Partien wie die SVG mit erst zwei Dreiern. Celle hat einen Punkt mehr auf dem Konto und die meisten Niederlagen (10) aller Teams hinnehmen müssen. Es passt nur allzugut, dass beide Abstiegskandidaten mit jeweils 35 Toren die meisten Gegentreffer der Liga kassierten.

Das Schlusslicht trifft auf den Vorletzten – mehr Kellerduell geht nicht! Und nur der Sieger hält den Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen. Der Göttinger 4:0-Erfolg über Celle im Pokal lange vor dem Saisonstart spielt schon lange keine Rolle mehr. Die Partie, so Tunkel, sei damals ein Regenspiel unter chaotischen Bedingungen gewesen. Am Sandweg ist man sich der prekären Lage bewusst. „Wir haben am Dienstag lange mit den Spielern über die Situation gesprochen. Jeder weiß was passiert ist und kennt die Situation. Wir müssen dieses Spiel gewinnen“, fordert Tunkel. (raw)

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