SVG nach 0:1-Niederlage gegen Celle kaum noch zu retten

Ins Straucheln geraten: Göttingens Mathis Ernst (links), der eine gute Partie machte, wird spätestens von Celles Malte Marquardt (rechts) gestellt. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Allmählich scheinen die Oberliga-Lichter am Sandweg auszugehen. Im Kellerduell verlor der Tabellenletzten SVG Göttingen in der fünften Liga unter den Augen ihres neuen Trainers Jan-Philipp Brömsen (siehe nebenstehenden Bericht) gegen den Tabellenvorletzten und Aufsteiger MTV Eintracht Celle mit 0:1 (0:1).

„Wir haben heute gesehen, dass beide Mannschaften kein Oberliga-Niveau haben. Der Rucksack ist zu groß für unser Team. Zudem hatte ich nicht gedacht, dass das 2:9 vor einer Woche in Delmenhorst noch tiefere Wunden gerissen hat als befürchtet“, meinte SVG-Fußball-Abteilungsleiter Thorsten Tunkel. Die Gäste hätten deshalb gewonnen, weil „sie als Kollektiv aufgetreten sind“, so Tunkel weiter.

Freyberg muss passen

Hiobsbotschaft noch vor dem Spiel für die SVG. Beim Aufwärmen machte bei Flügelstürmer Yannick Freyberg der Oberschenkel dicht. „Ich gehe von einer Zerrung aus“, so der SVGer. Auch stand Torjäger Lucas Duymelinck nicht in der Startformation, weil er gar nicht vorgesehen war, aber dennoch kurz vor Spielbeginn von der Bundeswehr kam. So stürmte neben Lamine Diop der junge Jonas Grüneklee, der aber dann in der zweiten Halbzeit Platz für Duymelinck machte.

Celle war von Beginn an gedanklich schneller, zweikampfstärker und erspielte sich vor allem im Mittelfeld ein Übergewicht. Folgerichtig die 1:0-Führung der Gäste, als Hilger von Elmendorff per Kopf eine Linksflanke eindrücken konnte (19.). Gegen den Celler Torschützen verhinderte SVG-Keeper Omar Younes in der 25. Minute mit toller Reaktion das 0:2. Zwei Minuten später verzog auf der anderen Seite Jan-Niklas Linde, schoss das Leder weit über das Gästetor. Glück für die Göttinger, dass Adrian Zöfelt uneigennützig für Marvin Janke, der zu lange zögerte, auflegte, anstatt selber aus aussichtsreicher Position zu schießen.

Nach dem Wechsel verflachte das Spiel zusehends. In den letzten zehn Minuten versuchten die Schwarz-Weißen zumindest, noch einen Punkt zu retten. Doch Duymelinck scheiterte mit einem Kopfball an dem stark reagierenden Celler Keeper Christof Rienass, der mit einer Faust den Ball über den Querbalken lenkte. Und in der Nachspielzeit zirkelte SVG-Spielmacher Florian Evers einen direkten Freistoß aus 18 Metern über die Celler Abwehrmauer ins obere rechte Toreck. Den Ball erwischte Rienass aber im Nachfassen. (gsd)

Von Walter Gleitze

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