Nach dem 1:2 gegen Heeslingen: SVG-Talfahrt geht weiter

In Bedrängnis: Göttingens Josu de las Heras Vicuña (16) versucht, den Ball an Heeslingens Fabian Völkner vorbei auf den späteren SVG-Torschützen Florian Evers (5) zu passen. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Die ersten 18 Saisonspiele war die SVG Göttingen in der Fußball-Oberliga ungeschlagen geblieben – eine Riesen-Serie! Doch jetzt scheint der lange Erfolg in Misserfolg umzuschlagen. Gegen den weiter aufstrebenden Heeslinger SC verloren die Schwarz-Weißen mit 1:2 (0:1 und blieben damit nun bereits zum fünften Mal in Serie sieglos. Nach dem Verzicht auf den Lizenzantrag für die Regionalliga hält die Talfahrt an.

„Zum ersten Mal in dieser Saison hatten wir auch Schiri-Pech“, meinte SVG-Team-Manager Thorsten Tunkel. Er meinte damit die Szene vor dem 2:1-Siegtreffer der Heeslinger. Die SVGer meinten, es sei ein klares Abseitstor gewesen, weil drei HSCer auf der SVG-Torlinie standen, als der eingewechselte Nico Finke nach einem Eckball und einem vorausgegangenen Heeslinger Schuss an den linken Pfosten abstaubte.

Trainer Nolte sauer

Auch SVG-Trainer Knut Nolte war außer sich: „Ich rege mich ja sonst selten über Schiedsrichterentscheidungen auf, aber diesmal war es dreist. Eine Unverschämtheit! Aber Hauptsache, bei Meckern wird Gelb gegeben“, war der SVG-Coach sauer.

Kurz danach hatte sich Nolte aber wieder besonnen. „Wir haben uns die Niederlage selbst zuzuschreiben. Schon beim 0:1 haben wir einfach geschlafen.“ Die Heeslinger gingen durch ein „Blitztor“ in Front. Nach der ersten Ecke stand Heeslingens Dominik Bremer am kurzen Pfosten blank und traf per Kopf zum 0:1. Danach hatte die SVG zwar wie fast im gesamten weiteren Match die größeren Spielanteile und mehr Ballbesitz, doch die Sandweg-Elf vermochte daraus rein gar nichts zu machen. Innenverteidiger Sebastian Gehrke hatte nach 28 Minuten eine der wenigen Göttinger Chancen nach einer Evers-Ecke, doch die Möglichkeit verpuffte im Heeslinger Abwehrgewühl.

Zur zweiten Hälfte brachte Trainer Nolte Martin Wiederhold für Alexander Burkhardt, um die Offensive zu stärken. Was sich nach knapp einer Stunde auch auszahlte: Florian Evers war der Profiteur eines gravierenden Hesslinger Abwehr-Missverständnisses und glich aus kurzer Distanz mit einem Flachschuss in die lange Ecke aus.

Beste Phase nach Ausgleich

Danach hatte die SVG ihre beste Phase, drängte auf das 2:1, das Freyberg und Evers auch auf dem Fuß hatten (62.). Doch nach 71 Minuten passierte die Szene, über die sich die SVGer so aufregten. Alles Bemühen, alles Engagement der Göttinger blieben danach unbelohnt.

„Mit zwei Torschüssen holen die hier drei Punkte“, grämte sich Nolte über die Heeslinger Minimalisten. „Wir spielen fast nur auf ein Tor und verlieren das Ding.“ So gerät jetzt auch Platz drei als korrigiertes SVG-Ziel langsam in Gefahr. Der Trend nach unten hält an. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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