Aufsteiger SVG Göttingen nach 1:1 weiter ungeschlagen

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Gelbe Karte: Der SVGer Martin Schiller (links) foult hier Hannovers Sören Meyer und wird dafür verwarnt. Später sah der Göttinger noch die gelb-rote Karte in der Nachspielzeit.

Göttingen. Und auch nach dem dritten Spieltag in der Fußball-Oberliga Niedersachsen ist Aufsteiger SVG Göttingen weiter unbesiegt. Nach zwei Dreiern zu Beginn der Saison reichte es dieses Mal am Sandweg vor dennoch 320 zufriedenen Zuschauern, wenn sie denn SVG-Fans sind, zum 1:1 (1:0) gegen den SV Arminia Hannover.

Und auch Göttingens Trainer Knut Nolte war durchaus zufrieden, ärgerte sich aber darüber, dass es auch zum Sieg hätte reichen können. „Keine Frage, Hannover hatte mehr Ballbesitz, wir aber die Mehrzahl an Torchancen“, meinte Nolte. Dazu kamen drei umstrittene Situationen, die alle zugunsten der Gäste vom Cuxhavener Schiedsrichter Marco Scharf entschieden wurden. In der ersten Halbzeit prallte ein Ball einem Arminen-Spieler vom Körper an den Arm - kein Pfiff, der noch nachvollziehbar war. Doch fünf Minuten vor Schluss hätte es bei einem Handspiel des eingewechselten Hannoveraners Armin Ziegenbein keine zwei Meinungen geben dürfen, als er den Ball mit der Hand im eigenen Strafraum spielte. Und nur zwei Minuten später wurde Josu de las Heras Vicuña im Arminen-Strafraum umgerissen. Auch da blieb die Pfeife von Scharf stumm.

Analyse von Oppermann

Gleichwohl spielten die Landeshauptstädter den Gastgebern in die Karten, die die Arminen das Spiel machen ließen und höchstselbst auf Konter lauerten. Dennoch musste eine Standardsituation her, die die Führung für die Göttinger brachte. Einen Freistoß von Florian Evers aus dem Halbfeld köpfte der erneut sehr stark auftrumpfende Martin Schiller ins lange Toreck als Bogenlampe unhaltbar für Arminias Keeper Bastian Fielsch zum 1:0 (26.). Eine Minute vor dem Halbzeitpfiff verzog SVG-Verteidiger Alexander Burkhardt aus halbrechter Position nur knapp.

In der Halbzeitpause analysierte der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Thomas Oppermann, als interessierter Beobachter das Geschehen: „Die SVG ist taktisch hervorragend eingestellt. Wichtig ist auch, dass nach dem Abstieg von 05 die SVG die Oberligatradition in Göttingen aufrechterhält.“

Bei Kontern zu überhastet

Nach dem Wechsel machten die Schwarz-Weißen Druck, wollten unbedingt das 2:0, taten sich dabei aber schwer, die sich bietenden Konterchancen konsequent auszuspielen. „Da waren wir einfach zu überhastet“, kritisierte Nolte. In der 73. Minute dann das ärgerliche 1:1, als Hannovers Adem Lukac aus abseitsverdächtiger Position im Nachsetzen erfolgreich war.

Imponierend indes, dass die SVG nun keineswegs dieses 1:1 sichern wollte, sondern nach der Devise „Jetzt erst recht“ bedingungslos auf Sieg spielte. Die beste Chance vergab Evers in der 76. Minute nach einem blitzsauber vorgetragenen Konter, als er das gegnerische Gehäuse von der Strafraumgrenze nur um Zentimeter verpasste. 

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