Fußball-Oberliga: Northeim nach 4:5 geschockt / Spitzenreiter SVG nach 5:1 bescheiden

Neun Tore – nur ein Sieg

Und wieder ein Tor von Stephan Kaul! Der SVG-Stürmer (M.), der sich hier im Pokalspiel gegen Northeims Marcel Braun durchsetzt, traf auch in Oldenburg. Die Northeimer um Christian Horst (r.) und Mehdi Mohebieh (l.) versemmelten in Spelle eine 4:1-Führung. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Neun Tore erzielten die beiden südniedersächsischen Teams am vergangenen Sonntag in der Fußball-Oberliga. Eine wahrlich starke Offensivquote, zumal beide Klubs Auswärtsspiele zu bestreiten hatten. Zu Punkten reichte es aber nur für die SVG Göttingen. Der Aufsteiger gewann beim VfL Oldenburg mit 5:1. Lange Gesichter dagegen bei Eintracht Northeim. Die verdaddelten einen 4:1-Vorsprung beim SC Spelle-Venhaus und traten die Heimreise völlig konsterniert mit einer 4:5-Niederlage an.

Northeims Trainer war auch am Montag noch sauer. „Die Enttäuschung ist immer noch riesig. Mir hat es auf der langen Rückfahrt schlichtweg die Sprache verschlagen. Das kommt wirklich selten vor, aber nach dem Spielverlauf ist das auch wirklich kein Wunder“, meinte Wolfgang Schmidt im Rückblick auf die 90 Minuten.

Wie in der vergangenen Saison, als die Northeimer nach einem 4:0-Vorsprung noch 5:4 gewannen, war die Partie in Spelle wieder höchst unterhaltsam – in diesem Jahr aber mit dem besseren Ende für die Gastgeber. Die drehten in den letzten zwanzig Minuten einen 1:4-Rückstand zum Sieg. „Das geht eigentlich gar nicht, aber die Speller erzielten die Treffer fast alle unter Mithilfe von uns“, bilanzierte der Eintracht-Coach. Zwei Freistoßtreffer, dazu zwei in der Entstehung fast identische Tore. „Keiner hat ernsthaft eingegriffen. Das werden wir in dieser Woche analysieren und das Geschehene aufarbeiten“, sagt Schmidt. Personelle Konsequenzen wird das Fiasko aber keine nach sich ziehen. Schmidt: „Wir haben viele junge Spieler. Die Fehler müssen wir ansprechen, aber das muss es dann auch gewesen sein. Am Sonntag im Heimspiel gegen Osnabrücks Reserve müssen wir wieder in die Spur finden.“

Eingespieltes Team als Plus

Ganz nüchtern erleben die Spieler und Verantwortlichen der SVG ihren aktuellen Höhenflug. „Von mir wird es keine Gefühlsausbrüche geben“, meinte Trainer Knut Nolte, der Alkohol ablehnt. Sein Team ließ sich aber schon die eine oder andere Kaltschale auf der Rückfahrt schmecken. „Wir haben weiter keine hochtrabenden Ziele, wollen nur die Klasse halten. Daran werden wir nichts korrigieren“, ergänzte der SVG-Coach. „Wir haben uns nach außen gut verkauft“, fand SVG-Team-Manager Thorsten Tunkel. So sorgten auch die mehr als 30 mitgefahrenen Fans- der Schwarz-Weißen für eine positive Atmosphäre.

„Unser großes Plus ist unser eingespieltes Team“, so Tunkel weiter. Im Prinzip haben wir mit unserer Landesliga-Meistermannschaft in Oldenburg gespielt – nur ergänzt um ,Lexi‘ Burkhardt auf der rechten Außenverteidiger-Position.“ Gefährlich wurde die SVG vor allem über die Außenbahnen mit Martin Schiller (vergangene Saison lange verletzt) und Yannik Freyberg. Tunkel: „Schiller wird immer besser, Freyberg nutzt seine Chancen.“ So kann’s am Samstag gegen Arminia Hannover gern weitergehen. (raw/haz-gsd)

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