Schweres Auswärtsspiel am Sonntag in Hildesheim nach Entlassung von Trainer Simon Schneegans

Nils Reutter und Jan Ringling übernehmen bis Sommer beim FC Eintracht Northeim 

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Vergangenen Sonntag beim 1:3 gegen Tündern stand Simon Schneegans (rechts, hier im Gespräch mit Jan Ringling) das letzte Mal als Trainer bei Eintracht an der Seitenlinie.

Northeim – Paukenschlag bei Fußball-Oberligist FC Eintracht Northeim: Der Klub hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Simon Schneegans getrennt. Das teilte der Verein am Donnerstag mit. Schneegans hatte die Eintracht im Sommer 2019 übernommen. Aktuell befindet sich das Team in akuter Abstiegsgefahr.

Die Entscheidung traf der Vorstand am Dienstagabend, Schneegans wurde am Mittwoch informiert. Angesichts dieser Entwicklung rückt das Auswärtsspiel Sonntag ab 15 Uhr bei Tabellenführer VfV Borussia Hildesheim fast ein wenig in den Hintergrund.

Wie begründet der Verein die Trennung?

„Wir bedanken uns ganz ausdrücklich bei Simon für sein hohes Engagement, das in der schwersten Zeit unserer Vereinsgeschichte weit über eine normale Trainertätigkeit hinausging“, sagt Vorstandssprecher Moritz Braukmüller. Als Schneegans seinen Job antrat, war Northeim gerade knapp am Aufstieg in die Regionalliga vorbeigeschrammt. Im Herbst folgte der Rückzug von Großsponsor Dietmar Herrdum, was massive Einschnitte in vielen Bereichen mit sich brachte.

Braukmüller: „Wir werden in Zukunft noch mehr auf den Nachwuchs setzen und haben die Entscheidung getroffen, den Umbruch ab sofort einzuleiten. Dazu gehört auch eine Veränderung auf der Trainerposition, von der wir uns natürlich auch einen Impuls für die restlichen Oberligaspiele erhoffen.“

Wer übernimmt jetzt die Mannschaft?

Nils Reutter und Jan Ringling, allerdings nur bis zum Ende der Saison. Reutter hat schon Jugendteams und die U23 bei Eintracht trainiert und war zudem bereits Co-Trainer der 1. Mannschaft unter Malte Froehlich. Ihm zur Seite wird Jan Ringling stehen, der die U19 betreut, aber auch bereits zuletzt beim Oberligateam als Co-Trainer dabei war.

Nils Reutterübernimmt bis Saisonende

Wie ist die Lage vor der Partie in Hildesheim?

Krasser könnten die Gegensätze kaum sein: Vergangenen Sonntag noch das Heimspiel gegen Schlusslicht Tündern, nun geht es zum Spitzenreiter. Die Domstädter haben zuletzt das Gipfeltreffen bei Verfolger Spelle mit 4:1 für sich entschieden und damit untermauert, dass der Titel nur über sie vergeben wird. Sie rangieren vier Zähler vor Delmenhorst und haben gegenüber dem SV Atlas sogar noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand.

Am anderen Ende der Tabelle hat die Eintracht ganz andere Sorgen. Das 1:3 gegen Tündern hat heftig auf die Stimmung gedrückt. Weil auch die Konkurrenten Uphusen und Hagen/Uthlede verloren, ist zwar bei vier Punkten Rückstand auf das rettende Ufer nichts verloren, doch die Art und Weise, wie man sich dem Tabellenletzten geschlagen geben musste, hat alle Alarmglocken klingeln lassen.

Wie endete das Hinspiel?

Am 28. September gewannen die Hildesheimer mit 2:1 in Northeim. Plaschke (16.) und Franke (63.) trafen. Zwischendurch hatte Julian Kratzert ausgeglichen (29.). Die Teams hatten sich allerdings auch bereits im Pokal-Achtelfinale duelliert. Ende Juli war die Hildesheimer Dominanz deutlich größer. Der Gast siegte damals 4:0 (2:0).

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