Oberliga: 360 Zuschauer im Gustav-Wegner-Stadion

Nullnummer im Keller-Derby zwischen Eintracht Northeim und SVG Göttingen

Kopfballduell vor dem Göttinger Tor: Der Northeimer Alexander Knopf springt am höchsten. Rechts Justin Taubert.
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Kopfballduell vor dem Göttinger Tor: Der Northeimer Alexander Knopf springt am höchsten. Rechts Justin Taubert.

Der FC Eintracht Northeim und auch die SVG Göttingen stecken weiter tief im Keller der Fußball-Oberliga.

Northeim - Für beide war das 0:0 am Sonntagnachmittag vor 360 Zuschauern im Südniedersachsen-Derby im Northeimer Gustav-Wegner-Stadion im Grunde genommen zu wenig.

Was tat sich in den 90 Minuten?

Die Partie begann durchaus flott. Beide Teams erarbeiteten sich schnell einige Torchancen. Spielerisch blieben allerdings von Beginn an viele Wünsche offen. Beide versuchten, ihre Stürmer mit lagen Bällen ins Spiel zu bringen – allerdings mit ziemlich mäßigem Erfolg. Gefährlich wurde es, wenn die SVG direkt spielte. Nach rund 20 Minuten verflachte das Geschehen. Die Gäste gewannen in dieser Phase etwas Oberwasser, weil Amin Al Debek und Hehn im Mittelfeld stärker wurden. Die Northeimer suchten ihr Glück in Kontern.

Nach dem Seitenwechsel begannen die Göttinger mutig, sie liefen die Northeimer Abwehrspieler früh an. Das beeindruckte die Heimelf aber nicht wirklich. Die SVG hatte auch weiterhin gefühlt ein wenig mehr Ballbesitz, schlug aber keinerlei Kapital daraus. So blieb es spannend und offen bis zum Abpfiff.

Kam auch mal richtig Derbystimmung auf?

Kaum. Bei den Göttingern standen mit Westfal, Hehn, Evers und Kratzert vier Kicker mit Eintracht-Vergangenheit in der Startelf. Auf der Bank saßen mit Nazyrov, Ismail und Riedel, die beide noch eingewechselt wurden, drei weitere. Personalien, die perfekt in den Rahmen eines solchen Spiels passen. Richtig emotional wurde es aber nur selten. Lediglich als Northeims Fahlbusch nach rund einer halben Stunde den Göttinger Taubert heftig foulte, wurde es laut.

Geht das Ergebnis in Ordnung?

Man sah (zu) oft, dass sich der Letzte und der Drittletzte duellierten. Durchschlagskraft in der Offensivstärke geht leider beiden fast komplett ab. Das Bemühen, die Partie für sich zu entscheiden, kann man keiner Mannschaft absprechen, allerdings blieb viel zu viel Stückwerk. Ein torloses Unentschieden ist da fast die logische Konsequenz dieser überaus mäßigen 90 Derbyminuten.

Was für Folgen hat das in der Tabelle?

Zum Ende der Hinrunde haben die Northeimer mit dem einen Punkt zwar die rote Laterne nach Tündern weitergereicht, doch die Eintracht als Vorletzter und auch die nur einen Rang besser platzierte SVG müssen in der Rückrunde zulegen. (Marco Washausen)

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