Fußball-Oberliga: Northeim und Braunschweig spielen unentschieden

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Das darf doch nicht wahr sein! Die Eintracht-Kicker von Trainer Wolfgang Schmidt verspielten am Sonntag zum wiederholten Male in dieser Saison eine klare Führung. So gab es gegen die Freien Turner Braunschweig nur einen Punkt.

Northeim/ Göttingen. Die beiden südniedersächsischen Klubs der Fußball-Oberliga sind erfolgsverwöhnt. Die Ausbeute des 25. Spieltags fiel aber überschaubar aus.

Eintracht Northeim kam gegen FT Braunschweig über ein 3:3 nicht hinaus, der ehemalige Regionalliga-Anwärter SVG Göttingen ging beim TuS Lingen beim 0:3 sogar komplett leer aus.

Northeims Trainer Wolfgang Schmidt konnte es nach dem Schlusspfiff kaum fassen, schlug ungläubig die Hände vor’s Gesicht. Schon wieder hatten seine Jungs es nicht geschafft, einen scheinbar sicheren Vorsprung über die Zeit zu bringen. 3:1 führte Eintracht eine halbe Stunde vor dem Ende. Doch in der Nachspielzeit trafen die Braunschweiger zum späten Ausgleich.

Thorben Rudolph, der erneut in der Innenverteidigung zum Einsatz kam, gab sich danach selbstkritisch. „Natürlich kann man sagen, dass wir genug Chancen hatten, das Spiel auch trotz der drei Gegentreffer zu gewinnen. Man kann von unseren Stürmern aber auch nicht verlangen, dass sie in jedem Spiel vier oder fünf Buden machen. Viel mehr hat bei uns im Mittelfeld und in der Abwehr nach der 3:1-Führung nichts mehr gestimmt. Da sahen wir einfach nicht gut aus. Und dann spielt man eben leider nur unentschieden.“

Die Turner konnten es ihrerseits kaum fassen, dass sie nach einem schon verloren geglaubten Spiel doch nicht mit ganz leeren Händen wieder in den Bus steigen mussten. „Wenn der Ausgleich mit dem Schlusspfiff fällt, springt das Herz natürlich fast vor Freude“, sagte Trainer Kai Olzem. Er hatte im Gustav-Wegner-Stadion das zweite Mal für die Braunschweiger das Sagen als Cheftrainer und blieb nach dem 2:1-Erfolg gegen Uelzen ungeschlagen. „Das war ganz wichtig für uns. Die Jungs kriegen wieder Selbstvertrauen. So darf es gern weitergehen.“

Fehlende Konzentration

Das genaue Gegenteil gibt derzeit die SVG Göttingen ab: von Selbstvertrauen keine Spur. Der Winter-Vize-Meister hat 2016 erst ein Spiel gewonnen, in acht Spielen nur fünf Punkte geholt. Kein Wunder deshalb, dass die Schwarz-Weißen in der Rangliste vom zweiten auf den vierten Rang abrutschen.

Doch genau wie Trainer Knut Nolte will auch Thorsten Tunkel von einem Motivationsproblem nach der verpassten Regionalliga-Relegation nichts wissen. Die Probleme, so der Fußball-Abteilungsleiter der SVG, lägen im mentalen Bereich. „Wir wussten um die Lingener Stärke bei Standards, lassen dann aber einen Spieler zwei Meter vor dem Tor ungehindert zum 0:1 einköpfen“, bemängelte Tunkel über die fehlende Konzentration in entscheidenden Situationen. Zumal sein Team vorher zwei dicke Chancen zur Führung ausgelassen hatte. „In der Vorrunde hätten wir zu diesem Zeitpunkt 2:0 geführt. Genau diese Leichtigkeit fehlt momentan“, meinte Tunkel. (mwa/raw)

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