Fußball-Oberliga: SVG Göttingen mit 2:2 zufrieden, Northeim fehlt die Cleverness

Es reichte nur zu einem Punkt

Hiergeblieben! Göttingens Stephan Kaul (am Ball) wird von Osnabrücks Nicolas Eilers beim Weiterlaufen gerempelt. Yannik Freyberg (hinten links) beobachtet die Szene. Foto: Jelinek/gsd

Northeim/Göttingen. „Das war unser bisher schlechtestes Spiel. Insofern können wir froh sein, einen Punkt geholt zu haben“, sagt Trainer Knut Nolte nach dem 2:2 seiner SVG Göttingen in der Fußball_Oberliga gegen den VfL Osnabrück II mit einem Tag Abstand. Gleichwohl ist er mit der Punktausbeute seines Teams zufrieden, das von bisher 21 Punkten 15 nach sieben Spielen erreicht hat.

Osnabrück habe auch nicht wie ein Tabellenvorletzter gespielt. In der Tat, die Göttinger fanden nur schwerlich ins Spiel. „Wir waren nicht griffig, nicht kompakt genug in der Abwehr, haben uns zudem viel zu viele Fehlpässe erlaubt“, so Noltes weitere Analyse. Die Gäste hingegen ließen den schnellen Göttinger Außenstürmern Yannik Freyberg und Jan-Patrick Ziegler auch nicht den Raum, den diese in den Spielen zuvor hatten. So war dem Göttinger Spiel die bisherige Erfolgsgarantie des Überfallartigen genommen.

„Mit Blick auf die kommenden Spiele müssen wir wieder konsequenter und aufmerksamer vor allem in der Defensive sein“, sagt Nolte.

Dummerweise selbst dezimiert

Bei Eintracht Northeim war man Samstag nach der 1:3-Niederlage in Jeddeloh natürlich nicht glücklich, aber auch keineswegs geschockt. Schließlich wusste man, bei welch (vor allem heim-) starkem Gegner man antritt. Dennoch haderte Teammanager Hartmut Denecke ein wenig. „Wenn man in der zweiten Minute in Führung geht und der Gegner auch noch eine Rote Karte kassiert, muss man in der Folge anders agieren. Da sind wir nicht clever genug.“

Denn nach Hillemanns 1:0 und Rot für Ziga dauerte es nur zehn Minuten, ehe sich die Northeimer selbst dezimierten. Braun grätschte Oltmer um und musste runter. Denecke: „Mit der Führung und der Überzahl im Rücken darf ich mich nicht provozieren lassen. So hatten wir unseren Vorteil schnell wieder eingebüßt. Und wenn man ehrlich ist, kippte das Spiel von diesem Moment an immer mehr zugunsten der Jeddeloher.“ Die ließen sich diese Chance dann auch nicht nehmen und drehten die Partie durch zwei Treffer von Julian Bennert und Ansgar Schnabel.

Zwingend notwendig war die dritte Northeimer Auswärtsniederlage aber dennoch nicht. „Wir hatten mehrere Chancen zum 2:0 oder auch zum 2:1. Da haben wir momentan auch ein bisschen Pech“, sagt Denecke. Gerade Melvin Zimmermann stecke in einer Phase, in der Bälle, die sonst irgendwie im Tor landen, diesen Weg eben nicht finden. „So etwas gibt es immer mal. Melvin kriegt das hin. Im Moment denkt er vor dem Tor vielleicht ein bisschen zu viel nach. Wenn er mal wieder eine Bude macht, ist das auch schnell wieder in Ordnung.“ (wg-gsd/mwa)

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