Ein Remis, mit dem beide leben können

Fußball-Oberliga: „Südniedersachsen-Titel“ offen

Fast der Göttinger Siegtreffer: In einer munteren Schlussphase im Derby hätte Ali Ismail in der vorletzten Minute beinahe noch das 2:1 für seine SVG erzielt, doch Northeims Keeper Jannik Strüber parierte in dieser Szene stark. Foto: zij

Northeim. In einem sind sich die Beteiligten beim FC Eintracht Northeim und bei der SVG Göttingen einig: Nach dem Derby-1:1 vom Sonntag im Gustav-Wegner-Stadion ist im Rennen um die inoffizielle Südniedersachsen-Meisterschaft in der Fußball-Oberliga nach wie vor alles offen.

Die bessere Ausgangssituation nach dem Remis im direkten Duell haben allerdings die Göttinger (fünf Punkte Vorsprung bei einem mehr ausgetragenen Spiel), was natürlich auch Northeims Kapitän Patrick Sieghan weiß. „Unser Ziel ist es nach wie vor, am Ende vor der SVG zu stehen. Ich hoffe, dass die Göttinger nochmal schwächeln und wir dann zur Stelle sein können“, sagte er, der das 1:1 als gerechtes Ergebnis ansah.

Zumindest ein bisschen anders urteilte Göttingens Abteilungsleiter Thorsten Tunkel. „Aus meiner Sicht hatten wir in der ersten Halbzeit alles ganz gut im Griff. Die Northeimer Führung fiel ein bisschen aus dem Nichts und war für mich etwas glücklich. Dass wir dann in der zweiten Hälfte den Ausgleich gemacht haben, war verdient. Und am Ende muss man sogar sagen, dass das Ergebnis für die Northeimer ein bisschen schmeichelhaft ist. Wir waren dem 2:1 näher.“

Damit lag er nicht falsch. Zwar spielten beide Teams in der Schlussphase auf Sieg und hatten Chancen, die den gegnerischen Anhängern den Atem stocken ließen, doch die beste Gelegenheit gehörte der SVG. Nur weil Eintracht-Keeper Jannik Strüber in der vorletzten Minute die Ruhe behielt und den Versuch von Ali Ismail, der allein vor ihm auftauchte, klären konnte, blieb es beim Unentschieden.

Unglücklich war Tunkel ob des Resultats dann aber auch nicht. „Mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben, bin ich zufrieden. Die Rückrunde lief für uns bisher sicher nicht optimal. Aber spätestens mit dem Auftritt in Northeim haben wir viel gutmachen können.“

Zurück zu alter Stärke?

Auch SVG-Trainer Knut Nolte sieht seine Jungs wieder auf einem guten Weg. „In der Hinrunde war es unsere Stärke, dass wir auch nach Rückständen noch zurückgekommen sind. Das ist uns jetzt auch mal wieder gelungen. Ich bin zufrieden, schließlich haben wir den Abstand auf Northeim gehalten.“

Mit einem Augenzwinkern wagte er auch noch einen Blick voraus auf das Heimspiel gegen das zweitplatzierte Team Egestorf-Langreder. „Die haben eine kleine Schwächephase. Wenn wir die schlagen, können wir vielleicht sogar nochmal Platz zwei angreifen. Falls das klappt, würde ich mich aber richtig ärgern, dass wir nicht für die Regionalliga gemeldet haben.“ (mwa)

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