SVG-Plätze ungeeignet / Northeim ohne Mittel gegen Spelle-Stürmer

Fußball-Oberliga: Schon klar - Derby Göttingen gegen Northeim wird verlegt

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Gute Laune auf der rechten Seite, Tristesse auf der linken: Eintracht Northeim mit Keeper Jannik Strüber und Linus Baar hatte Samstag gegen Spelle beim 2:5 nicht den besten Tag. In der Mitte Sascha Wald (21), der in den ersten 22 Minuten sage und schreibe vier Mal traf.

Northeim / Göttingen. So haben sie wenigstens etwas mehr Zeit, um die Niederlagen aufzuarbeiten...

Schon am Montag war so gut wie klar, dass das Derby in der Fußball-Oberliga zwischen der SVG Göttingen und Eintracht Northeim verlegt wird. Das Duell ist für den kommenden Samstag (15 Uhr) terminiert gewesen. Doch angesichts des herrschenden Wetters wird der Evergreen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Angedacht ist zum Beispiel Gründonnerstag.

Auf dem tief durchgefrorenen A-Platz am Sandweg kann sowieso nicht gespielt werden. Und um den Kunstrasenplatz haben höchstens 300 Fans Platz. Außerdem besteht auf dem Stehplatzwall Rutschgefahr. Zudem scheint es sowieso klüger, beim Zuschauer trächtigsten Spiel der Saison auf später auszuweichen, weil dann (zum Beispiel an einem lauen Mittwochabend) auch die Catering-Einnahmen viel höher sind.

Sportlich war die SVG-Tour nach Bersenbrück wieder „ein Satz mit x“ – war wohl nix. Der erkrankte Teammanager Thorsten Tunkel, der nicht mitfahren konnte: „Wie ich hörte, haben wir wieder ganz gut gespielt, aber eben keine Punkte geholt. Ich möchte mal hören, dass wir ganz schlecht gespielt haben, aber drei Punkte geholt haben.“

Northeim stand im Wald

Bei den Eintrachtlern war am Samstag alles bestens vorbereitet im Gustav-Wegner-Stadion. Nach dem Spiel der Northeimer gegen den SC Spelle-Venhaus sollte in den 30. Geburtstag von Trainer Philipp Weißenborn hineingefeiert werden.

Das taten die Jungs dann auch, doch hatten sich zuvor die Gäste aus dem Emsland als „Party-Crasher“ entpuppt. Sie führten bereits nach etwas mehr als 20 Minuten mit 4:0 (alle vier Buden hatte Topstürmer Sascha Wald erzielt) und siegten letztlich 5:2 (5:1).

Entsprechend gelaunt war Weißenborn kurz nach der Pleite. „Die erste Hälfte war frustrierend. Da waren wir katastrophal schlecht. Wir haben den Gegenspielern viel zu viel Platz gelassen. Nach der Pause ging es für uns nur noch darum, sich nicht völlig abschlachten zu lassen. Die zweite Halbzeit war dann auch ganz in Ordnung.“

Dass bereits nach 45 Minuten beim Stande von 5:1 für Spelle alles entschieden war, hatte der neue Tabellenführer vor allem seinem Mittelstürmer zu verdanken. „Sascha war zuletzt etwas in der Krise. Heute hat er natürlich eine überragende Antwort gegeben. Wir waren ohnehin brutal effektiv. Unsere ersten fünf Torschüsse waren alle drin“, sagte Spelle-Coach Sebastian Röttger. Der gestand aber auch ein, dass er trotz des klaren Ergebnisses lange gezittert hat. „Ich war bis ungefähr zur 80. Minute ziemlich angespannt. Ich hatte immer das Gefühl, dass es gegen Northeims starke Offensive vielleicht noch einmal eng werden kann, wenn wir ein oder zwei Tore kassieren.“

Doch dazu kam es nicht, mehr als einen zweiten Ehrentreffer bekamen die Gastgeber nicht zustande. Eine Tatsache, die Weißenborn aber auch mit Blick auf das für Samstag geplante Derby in Göttingen nicht entmutigte. „Wir werden diese Niederlage natürlich aufarbeiten. Aber wir stellen nach so einem Spiel auch nicht alles infrage, was wir uns vorher erarbeitet haben.“ (mwa/ haz-gsd/nh)

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