Anstoß um 14 Uhr im Gustav-Wegner-Stadion

Schwere Aufgabe für Eintracht Northeim: Sonntag kommt Atlas Delmenhorst

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Vergangene Saison setzte sich Eintracht Northeim im Heimspiel gegen Delmenhorst mit 2:1 durch. Diesmal ist der Gast der Favorit. 

Northeim – Als wäre die Lage für den Fußball-Oberligisten FC Eintracht Northeim nicht schon prekär genug, ist der nächste Gegner auch noch ein ziemlich dicker Brocken: Sonntag ab 14 Uhr gibt der SV Atlas Delmenhorst seine Visitenkarte im Gustav-Wegner-Stadion ab. Wir beantworten vorab die wichtigsten Fragen.

Wie ist die Ausgangslage vor dem Duell?

Kurz und knapp zusammengefasst: Die Aussichten für die Gastgeber sind nicht die besten! Der Aufwärtstrend gegen Hildesheim (1:2) war erkennbar, dennoch reichte es jüngst in Gifhorn - allerdings stark ersatzgeschwächt - lediglich zu einem Remis (1:1). Der letzte (und bisher einzige) Sieg datiert vom zweiten Spieltag vor zwei Monaten (1:0 in Uphusen). Seitdem folgten zwei Remis und sechs Niederlagen. Am Rhumekanal gab es bisher noch gar nichts Zählbares.

Und nun kommt mit dem SV Atlas Delmenhorst ein ganz heißer Titel- und Aufstiegskandidat nach Südniedersachsen, der am vergangenen Wochenende im Spitzenspiel mit 1:0 gegen Spelle gewann. Der Tabellenzweite (sechs Punkte Rückstand, aber auch ein Spiel weniger als Hildesheim) stellt das einzige Team der Oberliga, welches bisher ohne Niederlage durch die Runde gekommen ist. Kürt man die Delmenhorster also mit Blick auf die Partie am Sonntagnachmittag zum eindeutigen Favoriten, dürfte es daran in beiden Lagern kaum Zweifel geben.

Warum steht der SV Atlas Delmenhorst in den Geschichtsbüchern des deutschen Fußballs?

Die Oberligasaison 18/19 beendeten die Atlas-Kicker unspektakulär auf dem zehnten Platz. Für Furore sorgten sie dagegen im Niedersachsenpokal der Amateure. Hier besiegten sie im Endspiel den Northeim-Bezwinger TuS Bersenbrück mit 3:2 und zogen in den DFB-Pokal ein. Und dort gab es einen Kracher. Gegner in der ersten Hauptrunde war der SV Werder Bremen, vor dessen Haustür der SV Atlas beheimatet ist. Zur als Jahrhundertspiel ausgerufenen Partie im ausverkauften Weserstadion kamen 41 500 Zuschauer. Noch nie waren mehr Fans bei einer Erstrundenpartie, an der ein Amateurteam beteiligt war. Nach dem 6:1 für Werder waren auch die Delmenhorster zufrieden, die finanziell ein dickes Plus eingefahren haben dürften und von denen viele zudem Fans des Bundesligisten sind.

Wie endeten die Spiele in der vergangenen Saison?

In Delmenhorst (1. September 2018) fielen keine Tore, am Rhumekanal setzten sich die Gastgeber am 24. Februar mit 2:1 durch (Tore: Hillemann, Horst).

Wie sieht es im Eintracht-Lager aus?

Da freut man sich über viele Zuschauer, schließlich begleiten etliche Atlas-Fans ihr Team auch auswärts. Rund 150 Delmenhorster werden im Gustav-Wegner-Stadion erwartet. 

Zudem kehren diverse Northeimer Spieler in den Kader zurück, die in Gifhorn noch fehlten: Maurice Fiolka, Christian Horst, Jonas Hille und Melvin Zimmermann.  Der Einsatz von Thorben Rudolph ist noch unsicher. Fehlen werden Cetin Erbek (Muskelfaserriss), Linus Baar (Studium), Paul Mähner (Knie) und Maurice Franke (Steißbein).

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