SVG siegt 2:0 gegen Northeim: Elfmeter entscheidet das Derby

Abgefangen: SVG-Keeper Denny Cohrs greift sich den Ball vor dem Northeimer Melvin Zimmermann. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Es sah lange Zeit nach einem schiedlich-friedlichen 0:0 der besseren Art im Südniedersachsenderby der Fußball-Oberliga zwischen der SVG Göttingen und dem FC Eintracht Northeim aus. Doch dann überschlugen sich die Ereignisse in den letzten acht Minuten, und am Ende hatte der Aufsteiger nach dem 3:0-Sieg im Pokal die Northeimer nun auch im Punktspiel mit 2.0 (0:0) in die Knie gezwungen.

Riesenjubel bei den Schwarz-Weißen nach dem Schlusspfiff. Hingegen betrübte Gesichter auf der Northeimer Bank. „Es zieht sich nun schon seit Wochen durch. Wir nutzen unsere Tormöglichkeiten nicht“, beklagte Northeims Trainer Wolfgang Schmidt erneut das Auslassen hochkarätiger Chancen. Und die besaßen die Gäste am mit 700 Zuschauern gut besetzten Stadion am Sandweg. „Die SVG hat eigentlich keine Torchance, zumindest habe ich keine gesehen. Und dann entscheidet auch noch ein Elfmeter dieses Spiel“, ergänzte Schmidt.

Hingegen freute sich sein Gegenüber Knut Nolte wie ein Schneekönig. Konnte er auch, denn mit dem Ex-Northeimer Arigon Dacaj und den Spanier Josu de las Heras Vicuna wechselte er den Sieg ein. Dacaj war es, der in der 82. Minute mit einem Traumpass in die Schnittstelle der bis dahin sicher stehenden Northeimer Defensive auf Yannik Freyberg erst den Strafstoß auf den Weg brachte. Den Stellungsfehler von Libasse N’Diaye konnte der junge Northeimer Keeper Jannik Strüber nicht mehr reparieren, über den Bein fiel Freyberg, was Schiedsrichter Timo Daniel als Notbremse bewertete. Elfmeter und die Rote Karte waren in der 82. Minute die Folge. Den Strafstoß verwandelte Florian Evers ganz sicher gegen den eingewechselten Torwart Thorben Reinhardt. Und Dacaj war es auch, der für Vicuna den Ball in den freien Raum vorlegte, der mit einem schönen Heber Reinhardt zum alles entscheidenden 2:0 in der Schlussminute überwand.

Glückwünsche von Schmidt

Die SVGer bevorzugten ein 4-2-3-1-System, wohingegen die Northeimer auf ein klassisches 4-4-2-System setzten. Es entwickelte sich ein Spiel, dass vornehmlich von Taktik geprägt war. Schmidt sprach hinterher sogar von einer „ängstlichen Partie“. niemand wollte den ersten Fehler produzieren. Gleichwohl sahen die Zuschauer ein durchaus ansehnliches Spiel, in dem sich die Northeimer die klareren Torchancen erspielten.

Am Ende aber gab es Glückwünsche von Schmidt an die SVG, weil diese ihre wenigen Chancen eben genutzt habe. „Wir haben Geduld bewiesen, die sich letztlich ausgezahlt hat“, freute sich Nolte über den erneuten Sieg über die Eintracht. „Northeim hat allerdings sehr diszipliniert gespielt“, so Nolte. (gsd)

Von Walter Gleitze

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