Den Eintracht-Fußballern steht eine harte Trainingswoche bevor – Prominenter Besuch im Gustav-Wegner-Stadion

Ein Sonntag zum Vergessen

Bloß nicht den Kopf in den Sand stecken: Gegen Aufsteiger Vorsfelde kassierten die Northeimer bereits ihre vierte Saisonniederlage. Trainer Malte Froehlich hat bereits Konsequenzen angekündigt. Fotos: osx

Northeim. Schaut man auf die Tabelle der Fußball-Oberliga, scheint es beim FC Eintracht Northeim gar nicht so übel zu laufen. Nach neun Spieltagen ist man Vierter und hat lediglich vier Zähler Rückstand auf Spitzenreiter VfL Oldenburg. Alles im Soll, könnte man meinen.

Doch weit gefehlt. Die Leistung beim 1:4 am Sonntag gegen Aufsteiger Vorsfelde (Niederlage Nummer vier im neunten Spiel; in der kompletten vergangenen Saison gab es nur sechs) und auch die Stimmen der Beteiligten hinterher machen deutlich, dass beim Vorjahres-Vizemeister momentan reichlich Sand im Getriebe ist. „Wir haben uns gegen Arminia Hannover, Delmenhorst und Vorsfelde drei Mal unter aller Sau präsentiert. So etwas geht einfach nicht. Das wird keine schöne Trainingswoche für die Jungs. Das wird richtig wehtun“, kündigte Trainer Malte Froehlich an.

Er kritisierte nicht nur die wirklich schwache zweite Halbzeit seiner Jungs, in der aus einer 1:0-Führung eine 1:4-Klatsche wurde, sondern auch die fehlende Kaltschnäuzigkeit in Durchgang eins. „Wir müssen zur Halbzeit 3:0 führen. Melvin muss drei Tore machen. Aber selbst dann weiß ich nicht, ob es mit unserer Leistung nach der Pause heute zu einem Sieg gereicht hätte. Man kann nicht immer nur spielerisch gewinnen. Wenn man die Zweikämpfe nicht annimmt, wird man niedergerungen.“

Lob für Linus Baar

Über einen Kamm scheren wollte er seine Jungs aber nicht. „Man hat Leute wie Linus Baar. Der haut sich 90 Minuten voll rein, kämpft um jeden Ball und gibt Kommandos. Und dann gibt es andere Spieler, an denen läuft so eine Partie komplett vorbei. Da wirkt es so, als wenn es ihnen völlig egal wäre, ob man einen Zweikampf gewinnt oder verliert. Und so etwas kann ich nicht akzeptieren.“

Wenig glücklich war nach seiner Oberliga-Premiere auch Keeper Christopher Meyer, der für die erkälteten Jannik Strüber und Moritz Köhler einsprang. „Ich habe mich natürlich gefreut, dass ich spielen durfte, auch wenn es mit dem 1:4 denkbar schlecht für uns gelaufen ist. Aber wir müssen weitermachen. Dann hauen wir eben nächste Woche Wunstorf weg.“

Prominenter Besuch

Einen überaus prominenten Gast entdeckten einige Zuschauer am Sonntag am Rande des Kunstrasenplatzes. Neben der Bank der Vorsfelder verfolgte Fußball-Nationalspielerin Alexandra Popp die Partie. Die Olympiasiegerin von 2016 scheint Interesse am Abschneiden des SSV zu haben, der aus einem Wolfsburger Ortsteil kommt. Immerhin entschloss sie sich, ihren Sonntag in Northeim zu verbringen und begleitete ihren VfL Wolfsburg damit nicht zum Pokalduell bei Union Berlin, welches die Wölfinnen 6:0 gewannen.

Auch dort hätte die zweifache Champions-League-Siegerin nur zuschauen können. Weil sie im Pokalfinale der vergangenen Saison die rote Karte gesehen hatte, muss sie noch eine Sperre abbrummen.

Den Vorsfeldern dürfte es gefallen haben. Ihre prominente Unterstützerin hat auf jeden Fall Glück gebracht. (mwa)

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