Fußball-Oberliga: Erste Saisonniederlage für den Aufsteiger / Ärger um den Spielort

1:3 - SVG-Serie gerissen

Sturz mit Symbolcharakter: Göttingens Yannik Freyberg (rechts) wird von Spelles Torben Stegemann am Trikot festgehalten und fällt zu Boden – klarer Fall von „Textil-Foul“! Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Nun hat es die SVG Göttingen erstmals in dieser Saison in der Fußball-Oberliga erwischt. Mit 1:3 (0:1) unterlag das Team von Trainer Knut Nolte dem Tabellenelften SC Spelle-Neuhaus. Damit kassierte der Aufsteiger im 19. Spiel seine erste Niederlage in dieser Saison.

Dieses unerwartete 1:3 hatte indes einen bitteren Beigeschmack. Trainer und Spieler wollten auf dem neuen Kunstrasen spielen, da sie sich aufgrund ihrer zweifellos spieltechnischen Überlegenheit eine bessere Siegchance gegen die bekanntlich eher im kämpferischen Bereich starken Gäste versprachen. Doch der Vorstand hatte mehrheitlich entschieden, dass im Stadion auf natürlichem Rasen gespielt wird. „Ich sage zum Spiel gar nichts“, zeigte sich Nolte verärgert ob der Entscheidung des Vorstandes. SVG-Geschäftsführer Hans Kerl rechtfertigte die Entscheidung des Vorstandes: „Wenn wir im Stadion spielen können, warum sollen wir auf dem Nebenplatz spielen. Dafür gibt es kein vernünftiges Argument. Der SVG-Vorsitzende Reinhold Napp hatte sich im Übrigen für den Kunstrasen ausgesprochen...

Müßig, im Nachhinein darüber zu diskutieren, ob die Schwarz-Weißen auf Kunstrasen dieses Spiel gewonnen hätten. Gleichwohl war auf dem holprigen Platz nicht daran zu denken, den Ball sinnvoll laufen zu lassen. Der kam den Spellern eher zupass, die häufig mit langen Bällen auf ihre schnellen Sturmspitzen den Erfolg suchten.

Torwartfehler beim 0:1

Ihre Tore erzielte der SC allerdings auf andere Arten. Dem 0:1 ging ein dicker Torwartfehler von Norman Stollberg voraus, der einen Eckball von Steffen Menke unterlief und SC-Torjäger Stefan Raming-Freesen mit seinem siebten Saisontor per Kopf bereits nach zehn Minuten unbedrängt einnicken konnte. Überhaupt stimmte bei vielen Eckbällen der Gäste die Zuordnung im Strafraum nicht. Bereits nach 17 Minuten schied Innenverteidiger Jan Hoffmann aufgrund einer Verletzung aus, was zu weiterer Verunsicherung auf Seiten der SVG führen sollte, die nie so recht ins Spiel fanden, zu große Lücken zwischen Abwehr und Mittelfeld offenbarten.

Nach dem Wechsel blieben die Angriffe der Göttinger weiterhin zu durchsichtig, während Spelle gradlinig agierte und so zum vorentscheidenden 2:0 in der 53. Minute kam, als Macke von rechts flankte und Raming-Freesen erneut ungestört einköpfen konnte.

Timo Stapper sorgte dann für den endgültigen Nackenschlag für die SVG, als er einen langen Ball erlief und diesen über Göttingens Keeper Stollberg ins Netz lupfte. Erst danach wurden die Aktionen der SVGer zielstrebiger, doch Torjäger Yannik Freyberg gelang nur noch das 1:3 (90.). (gsd)

Von Walter Gleitze

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