Fußball-Oberliga: Göttinger ohne Trainer Nolte und zwei Spieler gegen Uphusen

SVG-Sieg dringend nötig

Tolles Tackling: Göttingens Janek Brandt (rechts) spitzelt Osnabrücks Halil Savran im NFV-Pokal den Ball gerade noch so eben vom Fuß. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Was ist im Amateurfußball wichtiger – die privaten Interessen oder der Kampf um Punkte für eine Mannschaft, die nach nur acht Spieltagen mit lediglich sieben Punkten und 9:17-Toren Drittletzter ist und schon jetzt jeden weiteren Zähler braucht? Der verdienstvolle Florian Evers und Neuzugang Benjamin Duell, der zuletzt wegen Verletzungen fehlte, stehen der SVG Göttingen jedenfalls am Samstag (16 Uhr) im Punktheimspiel gegen Schlusslicht TB Uphusen wegen privater Verpflichtungen nicht zur Verfügung. Sie sind bei der Hochzeit ihres Freundes Bruno Weidenbach, der in der Landesliga für den TSV Landolfshausen spielt.

Evers-Ausfall wiegt schwer

„Das nervt schon etwas“, sagt SVG-Teammanager Thorsten Tunkel deutlich und bestimmt. Doch im Amateurfußball gibt es eben keine Handhabe gegen derartige private Interessen von Spielern. So stieß unlängst auch die Absenz von Josu de Heras Vicuna in seiner Heimat Spanien bei den Schwarz-Weißen nicht unbedingt auf Gegenliebe. Aber den Verantwortlichen bei Amateurklubs sind eben in derlei Angelegenheiten die Hände gebunden.

Vor allem der Ausfall von Evers – so etwas wie der Kopf der Sandweg-Elf – wiegt schwer. So müssen die SVGer umstellen. Vicuna soll Evers‘ Platz auf der „Zehn“ einnehmen, Raphael Sieghan könnte als „Sechser“ an der Seite von Marco Galante aushelfen. Das muss aber noch final besprochen werden mit dem am Samstag erkrankt fehlenden Trainer Knut Nolte sowie den beiden diesmal coachenden Vertretern Piotr Podolczak (Torwarttrainer) und SVG-Routinier Jan Hoffmann. Wegen des Ausfalls von Duell haben die Göttinger zudem keinen weiteren Innenverteidiger mehr zur Verfügung.

Uphusen ist jetzt eine der Mannschaften, gegen die die SVG unbedingt punkten muss, um den Anschluss ans Mittelfeld zu schaffen, so Tunkel. Genau wie gegen Sulingen, das nach dem schweren Auswärtsmatch in Spelle an den Sandweg kommt. Tunkel: „Wir müssen jetzt Fußball kämpfen, eben über den Kampf ins Spiel kommen. Ich erwarte von der Mannschaft, dass wir jetzt endlich punkten.“

Trainerwechsel beim Gast

Uphusen, ein Stadtteil von Achim, hat bis jetzt auch erst zweimal gewonnen – gegen Lupo Wolfsburg (3:1) und in Gifhorn (1:0). „Die sind nicht ohne, haben aber wie wir Probleme mit der Chancenverwertung. Eine junge Truppe mit 14 Neuzugängen.“ Und schon einem neuen Trainer – der allerdings „in der Familie“ blieb. Chefcoach Benedetto Muzzicato wechselte zu Regionalligist BSV Rehden, fortan ist nun sein Bruder Fabrizio Muzzicato der neue Boss an der Seitenlinie bei Uphusen.

Bemerkenswert: Der SVG-Kontrahent hat in seinen acht Spielen bisher erst dünne sechs Tore geschossen; und die SVGer (siehe oben) konnten in acht Spielen auch erst neunmal jubeln. Deutet sich da möglicherweise eine flaue Nullnummer an? (haz/gsd-nh)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.