Fußball-Oberliga: Northeim stürzt Tabellenführer Arminia Hannover

SVG-Tief und Eintracht-Coup

Was soll man da machen? Die SVGer Keseling, Galante und Hoffmann sind nach dem 0:4 gegen Spelle total frustriert. Foto: Jelinek/gsd

Northeim/Göttingen. 0:4! Die beiden Südniedersachsen-Vertreter in der Fußball-Oberliga haben am Wochenende ihre Spiele mit dem identischen Ergebnis beendet. Doch während dies für die SVG Göttingen eine Heim-Klatsche gegen Spelle bedeutete, gelang der Northeimer Eintracht ein sensationeller Coup. Das Team schoss den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer Arminia Hannover aus dessen Stadion.

„Wenn man so ein Spiel mit 4:0 gewinnt, hat man nicht viel falsch gemacht. Ich bin natürlich völlig zufrieden. Wir haben uns nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Und wenn man es genau betrachtet, hätten wie sogar noch das eine oder andere Tor mehr schießen können“, sagte Trainer Malte Fröhlich.

Auch Arminia-Coach Murat Salar zweifelte nicht an der Rechtmäßigkeit des Ergebnisses („Sportlich ist der Northeimer Sieg völlig in Ordnung.“), doch platzte ihm auf der Pressekonferenz aus anderem Grund der Kragen. Er monierte heftig die Entscheidungen und das Verhalten von Schiedsrichter Bahr und seinem Team. „Was die Schiris sich rausnehmen, ist katastrophal. So eine Scheiße abzuziehen, geht gar nicht.“

Besonders ärgerten ihn eine gelb-rote Karte gegen Soumah kurz vor der Pause („Die war schon sehr interessant.“) und kurz darauf eine Szene vor dem Northeimer 2:0, als Thorben Rudolph einen Hannoveraner gefoult haben soll. Salar: „Scheiß auf dieses Spiel. Ich kenne meine Mannschaft. Diese Niederlage wirft uns nicht um. Wir werden noch stärker zurückkommen. Glaubt mir.“

Nur acht Tore in neun Spielen

„Hoffentlich halten Sie uns auch nach diesem niederschmetternden Ergebnis die Treue“, versuchte SVG-Stadionsprecher Rainer Freudenberg die Göttinger 0:4-Klatsche gegen Spelle zu glätten. Doch es half nur bedingt. Alle Schwarz-Weißen wussten, dass die Partie fast komplett aus dem Ruder gelaufen war. „Dass es diese Saison so schwer wird, dachte ich nicht“, räumte Teammanager Thorsten Tunkel ein.

Im Teamkreis nach dem Spiel nahm Florian Evers kein Blatt vor den Mund: „So was will ich nicht wieder erleben, das war richtig scheiße.“ Trainer Knut Nolte hakte da ein, schlug für den Dienstagabend beim nächsten Training eine Teambesprechung vor – man könnte prägnanter auch sagen: Aussprache, Krisensitzung.

Denn die Schwarz-Weißen kommen diese Saison nicht auf den grünen Zweig. Nur elf Punkte von 27 möglichen, nur acht Treffer in neun Spielen – eine dünne Bilanz. „Wir machen zu wenige Tore“, hielt Nolte lapidar fest. „Wir sahen gegen Spelle wie tot aus, müssen eine Kehrtwende hinkriegen, damit wir nicht unten reinrutschen.“ Das dürfte in den nächsten beiden Spielen in Osnabrück und gegen Jeddeloh nicht gerade einfach werden. (haz/gsd-nh/mwa)

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