Fußball-Oberliga: Eintracht Northeim schließt immer weiter zu den Göttingern auf

Punkte Vorsprung der SVG auf Eintracht Northeim schwindet

Augenzu und durch! Göttingens Martin Wiederhold (2. v. re.) gewinnt das Kopfballduell gegen Egestorfs Robin Gaida (Mitte). Foto: Jelinek/gsd

Northeim / Göttingen. Die Saisonziele der SVG Göttingen sind durch die letzte 0:2- Niederlage gegen den 1. FC Germania Egestorf/Langreder in weite Ferne gerückt.

Das Saisonziel Platz drei zum Abschluss der Fußball-Oberliga Niedersachsen, was sich die SVG Göttingen nach sechs sieglosen Spielen gesetzt hatte, scheint nun nach der 0:2-Niederlage gegen den Tabellenzweiten 1. FC Germania Egestorf/Langreder nun auch mehr und mehr zu entschwinden. Und auch am Saisonende, vor Südniedersachsen-Konkurrent Eintracht Nrotheim einzulaufen, ist gefährdet. Denn die SVGer haben bei einem Spiel mehr gegenüber den Northeimern nur noch einen Vorsprung von zwei Punkten.

Dabei konnte SVG-Trainer Knut Nolte trotz der 0:2-Niederlage gegen die Egestorfer nicht unzufrieden mit der Leistung seines Teams sein. Denn die Göttinger erspielten sich sehr gute Chancen, nutzten diese nicht oder fanden in Markus Straten-Wolf ihren Meister. „Mein Team hat sehr engagiert gespielt, hatte aber das Pech, dass Egestorf sehr effektiv ihre wenigen Chancen genutzt hat“, meinte Nolte nach der zweiten Heim- und insgesamt sechsten Saisonniederlage des Aufsteigers, der drei Spieltage vor Saisonschluss dennoch mit dem Abschneiden sehr zufrieden sein kann.

Dabei laufen schon jetzt die Planungen für die kommende Saison bei der Nummer eins im Göttinger Fußball. Torwart Denny Cohrs wechselt bekanntlich zum Bezirksligisten Sparta Göttingen, auf Lukas Kausch vom Landesligisten TSV Landolfshausen haben die SVGer ein Auge geworfen.

Tor kurz vor Ende

In einer komischen Situation befand sich Northeims Teammanager Hartmut Denecke am Sonntagnachmittag. Als man ihn nach dem Spiel seines FC Eintracht in Uphusen von den vorangegangenen 90 Minuten berichten hörte, konnte man das Gefühl bekommen, dass seine Jungs gerade beim stark abstiegsgefährdeten Gegner verloren hätten. Denecke berichtete von über weite Strecken dominanten Gastgebern, viel zu vielen eigenen Fehlern und völlig fehlendem Spielfluss.

Doch die nackten Zahlen sahen wie folgt aus: Die Eintracht gewann im Bremer Umland 2:1 und rückte bis auf zwei Zähler an die SVG Göttingern heran, die man mit einem Sieg am Donnerstag gegen Heeslingen überholen und auf Platz vier klettern kann. „Wenn ich mir morgen in aller Ruhe nochmal die Tabelle anschaue, bin ich wahrscheinlich auch nicht mehr so unzufrieden. Doch jetzt überwiegt bei mir der Ärger über unser wirklich nicht gutes Spiel“, sagte Denecke.

Nur weil Sebastian Marx, der bärenstark spielte, und Thore Dengler in der Innenverteidigung ihren Job gut machten, stand es bis kurz vor Schluss 1:1. Dass es letztlich sogar drei Punkte wurden, hatte man Melvin Zimmermann zu verdanken, der kurz vor dem Ende zur Stelle war und Uphusen damit bedrohlich nah an die Landesliga köpfte.

TB-Trainer Dennis Offermann war entsprechend bedient. „Das ist der entscheidende Unterschied. Northeim hat die individuelle Qualität, um so ein Spiel dann doch noch zu gewinnen.“ Das sah Denecke ähnlich. „Am Ende ist Fußball ganz einfach. Es zählt nur das Ergebnis.“ (mwa-wg/gsd)

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