Fußball-Oberliga

Team-Präsentation bei der SVG Göttingen: Mehr Tempo nach dem Umbruch

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Die SVG-Neuzugänge für die Saison 2020/21: Von links Betreuer Frank Bernasek, Alexander Kern, Luca Djuren, Lukas Presch, Yannis Fischer, Hanno Westfal, André Weide, Julian Kratzert, Richard Hehn, Torwarttrainer Alen Mehmedovic, Teammanager Reiner Teuteberg, Trainer Dennis Erkner. 

Natürlich durfte es auch dieses Mal nicht fehlen: Zum Schluss der Präsentation der neuen Mannschaft wurden die Spieler von Oberliga-Aufsteiger/Rückkehrer SVG Göttingen wieder zu den „Sängerknaben vom Sandweg“.

Mit Inbrunst schmetterten sie das SVG-Lied ins Mikro – die 40 auf Abstand gesetzten Zuschauer auf der Tribüne lauschten andächtig. Auf was sie sich freuen dürfen, fragte SVG-Vize und Moderator Thorsten Tunkel Trainer Dennis Erkner. „Auf Geschwindigkeit“, antwortete der Coach spontan. Mit mehr Tempo-Fußball wollen die Schwarz-Weißen also nach einem erneuten personellen Umbruch versuchen, in der wegen Corona neuen, zweigeteilten 5. Liga zu bestehen.

Acht Neue sollen die acht Abgänge kompensieren. „Wir haben zwar an Qualität verloren, aber ich bin super-zufrieden mit den Neuen“, sagt Coach Erkner. „Kein Ziel kann es sein, gegen den Abstieg zu spielen. Nur die Klasse zu halten, ist blöd. Wir sind schneller geworden, haben eine große Konkurrenz im Kader.“ Der umfasst 24 Mann nach den Abgängen bekannter Namen wie unter anderem Vicuña, Evers, Diop, Huhn usw. Mit Kratzert, Hehn und Westfal, der mit nur 26 Jahren schon der älteste SVGer ist, kamen drei Akteure von Nachbar Northeim. Dazu mit Fischer, Weide, Presch und Kern auch vielversprechende Neuzugänge.

Was nicht vergessen werden darf: Aufgestiegen ist die SVG in der abgebrochenen Saison über die Quotienten-Regel. Die war gegenüber Kästorf (2,39 zu 2,38) minimal besser. „Das war glücklich. Aber ich bin mir sicher: Wir wären auch Meister geworden, wenn wir die Saison zu Ende gespielt hätten“, legte sich Erkner fest. Ausdruck dessen war auch das bemerkenswerte Torverhältnis von 63:14 in 18 ausgetragenen Spielen. „Am Sandweg wollen wir die Gegner das Fürchten lehren“, unterstrich Torwarttrainer Alen Mehmedovic.

Bei der wie üblich lustigen Spielervorstellung durch Tunkel, bei der die SVGer von A (wie Amin Al-Debek) bis Z (wie Hendrick Ziegner) kleine Spaßeinlagen zu bewältigen hatten, schwankten die Akteure zwischen defensiv („Nichts mit dem Abstieg zu tun haben“/Neuzugang Fischer) und offensiv („den besten Fußball zeigen und oben mitspielen“/Stürmer Taubert).

Das Wort vom Chef: „Es wäre schön, wenn unser Trainer den schnellen Fußball umsetzen kann. Er ist ja der Jürgen Klopp von der Leine, macht das Richtige“, sagt SVG-Boss Karl Würzberg.

Schon sicher: Den „Derby-Cup“ gegen Nachbar 05 soll es am 16. August geben.

Interessant auch: Die SVG wechselte den Ausrüster. Statt in Jako-Outfit spielt man jetzt mit adidas-Ausstattung mit der Aufschrift: „Keine Farbe (bezogen auf schwarz-weiß) – wahre Liebe.“  gsd

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