Team-Vorstellung SVG Göttingen: Start ohne Lied ein böses Omen?

Die SVG-Neuzugänge: Von links Teammanager Thorsten Tunkel, Julian Keseling, Lamine Diop, Torwart Omar Younes, Lukas Kusch, Co-Trainer Jan Hoffmann, Chefcoach Knut Nolte. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Eigentlich begann die neue Saison in der Fußball-Oberliga mit einen Enttäuschung.

In den vergangenen Jahren gab es zum Ende der Team-Präsentation am Sandweg immer das kultige „SVG-Lied“, angelehnt an das „Altbierlied“ von Eishockey-Erstligist Düsseldorfer EG. Am Samstag blieb der launige Abschluss jedoch aus: Der CD-Player im Ansagehäuschen war immer noch kaputt und a-capella konnte sich das Team mit den vier Neuen nicht zu der launigen Einlage durchringen. Schade eigentlich – und schon ein böses Omen für die zweite Saison in der Oberliga?

Natürlich nicht! Auch wenn Trainer Knut Nolte festhielt: „Die zweite Saison ist immer schwerer als die erste“, womit er eben auf die zweite Serie in Folge in der 5. Liga anspielte. Die erste endete bekanntermaßen zwiespältig: Klasse-Vorrunde (18 Mal ungeschlagen als Aufsteiger), miese Rückrunde.

Neues Quartett

Zur neuen Spielzeit stellte die SVG ihre vier Neuen vor

Julian Keseling: Früher SCW Göttingen, Kassel, 05 und zuletzt Nörten. „Ich will nochmal angreifen, suche die sportliche Herausforderung und bin gekommen, um Stammspieler zu werden.“ Sollte als Innenverteidiger-Ersatz für Sebi Gehrke klappen.

Lamine Diop: „Schwarz-weiß steht dir gut“, meinte Moderator und SVG-Teammanager Thorsten Tunkel keck. Der ex-schwarz-gelbe 05er hat eine verlorene Saison in Northeim hinter sich. „Ich freue mich, wieder in Göttingen zu sein, die Jungs machen einen netten Eindruck. Die gute letzte SVG-Saison kann sich wiederholen“, so Diop (vorletzte Saison 14 Buden für 05).

Lucas Kusch: „Ich freue mich, dass ich hier spielen darf“, meinte auch der bisherige Landolfshäuser Stürmer. Nach einem Meniskusriss will er „zum ersten Oberliga-Spiel fit sein. Menschlich gesehen kommen hier alle nett rüber.“

Omar Younes: Beim neuen Torwart, ein Flüchtling aus Syrien, wurde es schwierig. Tunkel bemühte sein englisch, der Keeper fand bei der SVG „alles very, very, very good. Eine Familie für mich.“ Tunkel ließ ihn fünf deutsche Begriffe nachsprechen: Auswärtssieg, Schaafscheiße (Trainer Noltes Schimpfe), Schacko Hahne (SVG-Urgestein), ich liebe dich und danke schön. Younes mühte sich, erhielt großen Beifall der 30 Kiebitze, unter ihnen auch der Libanese Amin Al Debek, eventuell ein weiterer Neuzugang am Sandweg.

Bei der Kurzvorstellung der weiteren Spieler verwiesen die meisten auf die gute erste Halbserie 2015/16 und die schlechte zweite. „Ein Mix aus beiden Serien“ müsse her, so Jan-Niklas Linde. In seine zehnte SVG-Saison geht Abwehr-Routinier und Co-Trainer Jan Hoffmann (38). Sein Wunsch: „Auf der ,10‘ spielen“. Seine Aufgabe: „Gute Stimmung machen.“

Vor der SVG liegt eine harte Vorbereitung mit Sparkassen-Cup, weiteren Tests und NFV-Pokal. Nolte: „Wir wollen sicher im Mittelfeld landen.“ SVG-Vize-Chef Karl („Willi“) Würzberg: „Wir sollten am Anfang gewinnen, damit wir nicht unten drin rumkrepeln.“ Nächstes Wochenende geht’s ins Trainingslager nach Eschwege, kommenden Sonntag folgt Test zwei gegen TSV Rothwesten (Kassel).

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