Teamvorstellung der SVG Göttingen

Nach zehn Abgängen: Nicht absteigen als Ziel Nummer eins

Groß und klein: Die Neuzugänge Benjamin Duell (1,96m) und Yannick Hogreve (1,76m).

Göttingen. Umbruch bei der SVG Göttingen: Nachdem die Mannschaft in der vergangenen Saison den Abstieg knapp nicht abgestiegen ist, sind zehn Spieler gegangen. Nun stellte die SVG das Team für die neue Saison vor. 

Natürlich durfte es auch diesmal nicht fehlen: Zum Abschluss der Teamvorstellung von Fußball-Oberligist SVG Göttingen erklang am Sandweg der obligatorische SVG-Song nach der Melodie des „Altbierliedes“ von Eishockey-Erstligist Düsseldorfer EG. Auch die sieben Neuen mühten sich um den richtigen Ton – ein Unterfangen, um das die Schwarz-Weißen in der kommenden Saison auch sportlich bemüht sein müssen.

Zum zweiten Mal in Folge ist die Sandweg-Elf nach guter Vorrunde in der vergangenen Rückrunde erneut eingebrochen, hatte den Abstieg nur knapp vermieden. Nun gab es einen stattlichen Umbruch, zehn Spieler gingen. Zu den sieben Neuen sollen nach Möglichkeit noch zwei dazukommen, verriet Trainer Knut Nolte. „Die Qualität des Teams kann man noch nicht einschätzen“, meinte er. „So viele junge Leute hatte ich lange nicht.“ Dazu zählen auch die drei 05-Junioren, um die es Ablösestreit gibt. Die SVG überlegt jetzt, Hogreve und Ernst zu Vertragsamateuren, weil es mit 05 angeblich keine Einigung gibt. Torwart Henze hat dagegen eine Freigabe.

„Mit einigen Klubs gibt es eben keine Lösung“, stichelte Teammanager Thorsten Tunkel gegen 05. „Wir müssen uns nicht verarschen lassen. Wir haben auch eine Heimat – das, was andere nicht haben“, legte er noch nach. Oha!

„Ich hoffe, wir sind ein bisschen besser als letzte Saison“, beschwor Nolte jetzt schon, nicht wieder so nachzulassen wie im ersten Halbjahr 2017. Einiges erhofft sich die SVG von Lucas Duymelick. In Nörten traf der Torjäger 30 Mal. „Mit Benny Duell haben wir jetzt auch wieder Größe im Spiel“, so Tunkel. Der Ex-Landolfshäuser misst eindrucksvolle 1,96m – im Gegensatz zu den nur 1,76m vom ebenfalls neuen Hogreve.

Kapitän Florian Evers (im sechsten Jahr da) sprach für viele Spieler bei der wie üblich launigen Vorstellung von Tunkel: „Ich will nicht wieder bis zum letzten Spiel zittern. Wir haben uns gut verstärkt, im Team steckt Potenzial.“ „Alterspräsident“ Alex Burkhardt sieht’s ebenso: „Nicht abzusteigen ist Ziel Nummer eins.“ Der Northeimer Neuzugang Rafael Sieghan: „Ich möchte die Eintracht zweimal schlagen.“ Goalgetter Yannik Freyberg: „Wir müssen als Team besser funktionieren, positiver sein.“ Zwei können das derzeit nicht: Lamine Diop und Lukas Kusch sind schon verletzt.

Und wie sieht’s weiter aus? „Wir sind finanziell nicht auf Rosen gebettet, aber es läuft“, meinte der 2. Vorsitzende Karl Würzberg, der derzeit den Job des zurückgetretenen Bosses Reinhold Napp (immer noch B-Juniorinnen-Trainer) mit übernimmt. Regionalliga-Aufstieg? „Im Moment nicht. Aber ich würde mich nicht sperren“, so Würzberg.

Ex-Chef Napp war übrigens erstmals seit Langem wieder am Sandweg zu sehen. Um seinen Rücktritt wurde aber nur herumgeredet. Er hing mit dem Sommer-Testturnier zusammen, an dem die SVG-Erste dieses Mal (ab 10. Juli) nicht teilnimmt. Übrigens: Erst nach 90 Minuten plus „Nachspielzeit“ war Schluss. (haz/gsd)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.