Zum 13. Mal ungeschlagen: Freyberg rettet SVG 1:1 gegen Braunschweig

Die beiden Torschützen im Duell unter sich: Yannik Freiberg (links) glich für die SVG die Führung von Fabian Krüger für die FReien Turner Braunschweig aus. Foto: gsd

Göttingen. Irgendwie war das nicht Fisch und nicht Fleisch, was die SVG Göttingen gegen die Freie Turnerschaft Braunschweig ablieferte. Gut, das 1:1 war am Ende sicher gerecht, nachdem Yannik Freyberg die Führung der Gäste durch Fabian Krüger ausgeglichen hatte. Damit rettete der schnelle Göttinger Außenmann den Schwarz-Weißen die inzwischen für einen Aufsteiger wirklich imposante Serie von nunmehr 13 ungeschlagenen Meisterschaftsspielen in der Fußball-Oberliga Niedersachsen. Und doch war gegen die „Turner“ letztlich mehr drin als dieser eine Zähler.

SVG-Coach Knut Nolte blieb aber Realist: „Mehr als den einen Punkt hatten wir auch nicht verdient“, meinte er nüchtern. „Wir haben uns kaum Chancen herausgearbeitet.“ Um sogleich auch die Zahlen sprechen zu lassen: „Wir sind zum 13. Mal unbesiegt, haben jetzt 27 Punkte.“ Wer hätte dies vor Beginn dieser Saison jemals für möglich gehalten?

Torchancen Mangelware

„You never walk alone“, hatte Stadionsprecher Rainer Freudenberg zum Einlauf der Teams aufgelegt. Doch der englische Fußball-Klassiker schien die Mannschaften nicht so recht zu beflügeln. Statt leidenschaftlichem Kampf und Einsatz, wie es der Song suggeriert, gab es nüchternen Zweckfußball, bei dem gefährliche Torszenen absolute Mangelware waren. Steffen Blechner hatte die erste Chance für die Turner (3.), bei der SVG passierte zu Beginn nach vorn gar nichts.

So resultierte das 0:1 auch einem Standard für Braunschweig. Rick Kaupert brachte einen Freistoß von rechts in den Strafraum, der lange Innenverteidiger Fabian Krüger netzte per Kopf ein. Die SVG-Abwehr samt dem von der tiefstehenden Sonne beeinträchtigten Torhüter Cohrs machte dabei keinen guten Eindruck. Der Spanier Josu des Heras Vicuna hatte die einzige SVG-Möglichkeit vor der Pause (23.).

Apropos Vicuna: Er spielte als zweite Spitze neben Evers, doch so beraubte sich die SVG der spielgestalterischen Möglichkeiten des Spaniers, der möglicherweise im Mittelfeld wirkungsvoller gewesen wäre. Nolte: „Wir haben Vicuna falsch angespielt. In Egestorf hatte er es vorne drin gut gemacht.“

Treffer aus 20 Metern

Auch nach der Pause waren die Torchancen sehr übersichtlich: Der Ex-Petershütter Kühn (47.) und Fiedler (67., Außenpfosten) für die Turner sowie Freyberg für die SVG (Kopfball nach Evers-Freistoß). Seine zweite Torgelegenheit nutzte Freyberg dann aus 20 Metern per Dropkick in die linke untere Ecke zum 1:1. Weitere Chancen? Fehlanzeige!

SVG-Trainer Nolte: „Bei uns waren acht Mann unter Niveau.“ Torschütze Freyberg: „In der ersten Halbzeit sind wir nicht ins Spiel gekommen, die zweite war dann besser.“ Am kommenden Sonntag muss die SVG als Tabellenzweiter nun zum Topspiel bei Spitzenreiter Lupo Wolfsburg. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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