TSV bleibt in höchster hessischer Spielklasse

Vellmarer Handballer nehmen Herausforderung Oberliga an

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Es kommt zur Neuauflage des Derbys: Vellmar und Melsungen II treffen – wie hier in der vergangenen Saison – auch in der kommenden Spielzeit aufeinander. Zu sehen sind (von links) Vladimir Djuric, Christian Damm, Adam Kiss, Tim Räbiger und Vlad-Alexandru Avram.

Eine Videokonferenz machte es möglich, die Verantwortlichen der Handballer des TSV Vellmar haben sich „zusammengesetzt“, um in Sachen Oberliga zu entscheiden. Die Männer-Mannschaft wird die Option auf den Klassenerhalt nutzen, und auch in der nächsten Saison in der höchsten hessischen Klasse spielen.

Durch das vorzeitige Ende der Handballsaison wegen der Corona-Pandemie wurde entschieden, dass in dieser Spielserie die Mannschaften auf den Abstiegsplätzen eine Option auf den Klassenerhalt haben.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagt der Sportliche Leiter Gordon Hauer, der jetzt zusammen mit Abteilungsleiter Martin Ziegener auf der sportlichen Kommandobrücke der TSV-Handballer steht. „Aber die positive sportliche Tendenz in der Mannschaft in den letzten Spielen hat uns überzeugt, dass es richtig ist, die Herausforderung anzunehmen.“

Neben der guten Entwicklung des Teams sieht Hauer auch in der Tatsache, dass es eingespielt ist ein großes Plus. „Wir gehen jetzt in die dritte gemeinsame Saison“, so Hauer, der als Trainer vom früheren Spieler Abraham Rochel Icardo abgelöst wird. Vellmar sucht indes weiter nach geeigneten Spielern, die in das Konzept passen und eine Verstärkung wären.

Die Mannschaft sei inzwischen über die Entscheidung informiert und trage diese zusammen mit dem neuen Trainer voll und ganz mit. „Für mich war wichtig, dass die Spieler mitziehen, nur dann macht die Oberliga Sinn“, sagt Trainer Rochel. „Wir versuchen, unser Spielsystem mit neuen Ideen zu erweitern, gehen mit neuer Motivation in die Serie und werden diesmal sicher mehr als nur zwei Punkte holen“, sagt Rochel.

„Das ist eine echte Chance für uns“, sagt Kapitän Christian Gumula, ohne Zweifel einer der besten Torhüter der Region. „Ein solches Geschenk durften wir nicht ausschlagen.“ Gumula, der aus Fitnessgründen jeden Tag von Nieste nach Kassel zur Arbeit mit dem Fahrrad fährt, weiß aber auch, dass es wieder eine schwere Saison wird. „Es ist eine neue Herausforderung, bei der wir die Chance haben, zu zeigen, dass wir dazugelernt haben“, sagt der Keeper.

Beim TSV wurde die Entscheidung natürlich nicht nur aus sportlicher Sicht diskutiert. „Wichtig war ja auch, dass der finanzielle Rahmen stimmt. Aber auch der hat der Prüfung standgehalten“, sagt Hauer.

Da ja gemeinsames Training zurzeit nicht möglich ist, hat jeder Spieler seinen Trainingsplan sozusagen für das Homeoffice. In der Winter- und Sommerpause müssten die Spieler ja auch individuell für ihre Fitness sorgen. „Joggen, Fahrradfahren und Krafttraining sind auch ohne Trainer zur Erhaltung der Grundfitness jederzeit möglich“, sagt Hauer. 

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