Saison 2020/2021 soll, wenn nötig, verlängert werden

Kein Abbruch! Niedersächsischer Fußballverband setzt auf sportliche Entscheidungen

Die große Leere: Die heimischen Fußballplätze werden wohl noch eine Weile verwaist bleiben.
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Die große Leere: Die heimischen Fußballplätze werden wohl noch eine Weile verwaist bleiben.

Lange war es still rund um den niedersächsischen Fußball. Auch ohne Corona wären aktuell die meisten Ligen mitten in der Winterpause.

Northeim / Göttingen - Doch mit Blick auf die Pandemie und den Frühling wurde zuletzt immer häufiger spekuliert, wie es wohl mit der Saison weitergehen könnte. Jetzt hat sich der niedersächsische Fußballverband (NFV) geäußert. Das Ergebnis: Ein Abbruch der Serie, wie ihn andere Verbände favorisieren, ist (aktuell) kein Thema. Die Entscheidungen sollen sportlich fallen, Auch, wenn die Saison verlängert werden müsste.

Bei einer als Videokonferenz beschäftigte sich der NFV-Vorstand am Donnerstagabend mit dem weiteren Umgang der Runde. Als Grundlage diente ein Arbeitspapier, das auf einer zuvor am Nachmittag abgehaltenen Tagung der Vorsitzenden des Verbandsspielausschusses, des Verbandsjugendausschusses sowie des Frauen- und Mädchenausschusses erstellt wurde. Mit den Ergebnissen werden die Verbandsausschüsse jetzt in die Gremien auf Kreis- und Bezirksebene zur weiteren Beratung gehen. Das Arbeitspapier beinhaltet vier Kernaussagen

1. Der NFV wird auch weiterhin an der Praxis festhalten, sich an der jeweiligen örtlichen Verfügungslage zu orientieren. Da es aktuell weder vom Bund noch vom Land konkrete Aussagen gibt, ab wann ein Trainings- und Spielbetrieb auf den Sportanlagen wieder möglich ist, kann der Verband derzeit keine verbindlichen Termine nennen.

2. Ab Freigabe des Kontaktsportes in Mannschaftsstärke vom Land wird den Mannschaften eine Vorbereitungszeit (mit Ball) von mindestens zwei Wochen zugesprochen, bevor der Pflichtspielbetrieb fortgesetzt wird.

3. Die Entscheidungen des Spieljahres 20/21 sollen in ganz Niedersachsen in allen Leistungs- und Altersklassen möglichst auf dem sportlichen Weg innerhalb des verbleibenden Zeitraums bis zum 30. Juni erfolgen. Die jeweils zuständigen Ausschüsse werden gebeten, Kontakt zu ihren Vereinen und Mannschaften aufzunehmen, um individuelle Alternativen unter Berücksichtigung der spiel- und ordnungsrechtlich vorhandenen Mittel und der dann zur Verfügung stehenden Termine zu erarbeiten.

4. Eine Saisonverlängerung über den 30. Juni hinaus - bis maximal an den Beginn der Sommerferien (21. Juli) heran - könnte vom Vorstand beschlossen werden. Von der Verlängerung kann der jeweils zuständige Ausschuss Gebrauch machen, muss es aber nicht. Die Verlängerung im Sommer (drei Wochen entsprechen maximal sechs Spieltagen) wäre vor allem für die unteren Spielklassen, die Jugend und für die Planungssicherheit sinnvoll.

Ein weiteres Thema der Vorstandssitzung war der unter der Woche von der niedersächsischen Landesregierung vorgestellte Plan für stufenweise Lockerungen, der strikt an die landesweite Inzidenzzahl gekoppelt ist. Mehr als die Ausübung von Individualsport ist demnach erst bei einer landesweiten 7-Tages-Inzidenz von unter 50 möglich. Freitag lag dieser Wert in Niedersachsen bei 79,7. (Marco Washausen)

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