Fußball-Oberliga: Northeim klettert nach oben

Verzichtet SVG auf Lizenzantrag?

Sieger im Kopfballduell und auch nach 90 Minuten: Thorben Rudolph (rechts) gewann am Montag mit Eintracht Northeim 3:2 gegen Wunstorf und Tim Scheffler. Foto: zij

Northeim / Göttingen. Es ist zwar noch nicht offiziell, doch es scheint alles darauf hinauszulaufen: Fußball-Oberligist SVG Göttingen wird darauf verzichten, einen Lizenzantrag für die Regionalliga zu stellen. 

Offiziell bekanntgeben will der Tabellendritte, der ab Saisonbeginn als Aufsteiger 18 Mal ungeschlagen geblieben war, den Fakt erst am Dienstag. Team und Trainer sollen zuerst darüber informiert werden. Doch auch sie wissen: Nach drei Niederlagen in Folge und dem 1:1 gegen Oldenburg am Ostermontag sind die Aussichten auf den (Relegations-)Platz zwei rapide gesunken.

Der 1. Vorsitzende Reinhold Napp hielt sich am Montag noch bedeckt, wollte sich nicht konkret äußern. Der Tenor scheint indes eindeutig: Kein Lizenzantrag. Schade eigentlich – der darbende südniedersächsische Fußball verharrt in seiner Provinzialität.

Am Dienstag soll bei der SVG zudem entschieden werden, ob Knut Nolte als Trainer weitermacht. Das sei eine Sache von einer Viertelstunde.

Tolles Eintracht-Wochenende

Erfreulich waren im Rückblick die beiden Nachhol-Heimspiele von Eintracht Northeim. Christian Horst, Führungsspieler in Reihen des Fußball-Oberligisten, brachte es am Montagnachmittag auf den Punkt. „Das war ein super Osterwochenende für uns. Ich denke, beide Siege waren verdient. Die Zuschauer haben spannende Spiele gesehen. Und wir können nächsten Sonntag mit ganz breiter Brust nach Egestorf fahren.“

Dem mochte niemand widersprechen. Einem 2:1-Heimsieg gegen Spelle-Venhaus vom Samstag ließ die Eintracht 48 Stunden später ein 3:2 gegen Wunstorf folgen und kletterte dank dieser sechs Oster-Punkte bis auf Tabellenplatz fünf. Entsprechend zufrieden waren alle Beteiligten. „Wir haben gewonnen und die nächsten drei Punkte geholt. Mehr wollten wir nicht“, sagte Torwart Jannik Strüber, der nach seiner Rückkehr aus Spanien wieder ins Tor zurückkehrte.

Etwas emotionaler blickte Trainer Wolfgang Schmidt zurück. „Diese Spiele am Samstag und Montag gegen zwei starke Gegner waren eine Reifeprüfung für die Jungs. Wir haben jetzt aus vier Spielen in diesem Jahr zwölf Zähler geholt. Respekt!“

In diesen Chor stimmte auch Patrick Gemende ein, der am Montag jedoch so etwas wie der Pechvogel bei der Eintracht war. Nach noch nicht einmal einer halben Stunde musste er wieder vom Feld. Eine alte Muskelverletzung stoppte ihn. „Ich habe gedacht, dass es wieder geht. Doch das war leider nicht so.“ Auch nächsten Sonntag gegen den Tabellenzweiten Egestorf-Langreder bleibt ihm damit wohl nur die Zuschauerrolle. (haz-gsd/nh, mwa) Foto: nh

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