Fußball-Oberliga: Spanier verwandelt Handelfmeter zum 1:0 gegen Lupo Wolfsburg

Vicuña sorgt für Zittersieg

Kein Tor: Dieser Heber des SVGers Josu de las Heras Vicuña (rechts) über Wolfsburgs Keeper Marius Sauss wird letztlich noch zur Ecke geklärt. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. „Überlebensnotwendig“, so empfand Trainer Knut Nolte den 1:0 (0:0)-Sieg der SVG Göttingen in der Fußball-Oberliga Niedersachsen gegen den Regionalliga-Absteiger Lupo Martini Wolfsburg. Damit verließen die Schwarz-Weißen fürs Erste den letzten Tabellenplatz.

Yannick Freyberg hätte bereits nach vier Minuten schon etwas zur Beruhigung der SVG-Gemüter tun können. Doch blieb er nach einem genialen Pass des jungen Yannick Hogreve völlig freistehend an Wolfsburg Torwart Marius Sauss hängen. In der 17. Minute versuchte es Josu de las Heras Vicuña aus spitzem Winkel mit einem Heber über Sauss, Harry Pufal konnte aber in letzter Sekunde den Wolfsburger Rückstand verhindern. Allerdings ging kein Team ein großes Risiko ein, um nicht frühzeitig in Rückstand zu geraten. So blieben Torchancen hüben wie drüben letztlich eher Mangelware.

„Es war ein Sechspunkte-Spiel. Mit unserem Sieg haben wir Lupo erst einmal hinter uns gelassen“, atmete Nolte tief durch. „Es sah wirklich nicht danach aus, dass hier zwei Abstiegskandidaten gespielt haben. Das Spiel war von der Taktik geprägt“, so Noltes Beobachtung.

Elfmeter entscheidet Spiel

In der 25. Minute hatten die SVGer Glück, dass Rico Schlimpert per Kopfball nur die Oberkante der Latte des von Dennis Henze gehüteten SVG-Gehäuses traf. Bis zur Halbzeitpause tat sich dann auf beiden Seiten kaum noch etwas Konstruktives, das Spiel plätscherte mehr oder weniger dahin.

So verwunderte es auch nicht, dass diese Partie durch eine Standardsituation entschieden wurde. Vicuña flankte in der 61. Minute vor das gegnerische Tor, Marcel Kohn warf sich in den Pass und erwischte den Ball mit dem Ellenbogen. Schiedsrichter Felix Bahr zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Punkt. Vicuña ließ Sauss mit einem präzisen Schuss keine Abwehrchance. Nur zehn Minuten später musste Henze bei einem Schuss von David Chamorro sein ganzes Können aufbieten, als er das Leder mit beiden Fäusten zur Ecke lenkte. Glück noch einmal für die Göttinger, als Dennis Jungk den Ball nach einem Freistoß in der 90. Minute an den Querbalken köpfte.

Dickes Lob für Keseling

Wolfsburg drängte auch noch in der fünfminütigen Nachspielzeit auf den Ausgleich, doch die SVG-Defensive ließ nichts mehr zu, weil auch Julian Keseling fast alle Kopfbälle gegen den aufgerückten Wolfsburger Abwehrchef Harry Pufal gewann. „Sein bestes Spiel“, lobte Nolte seinen Innenverteidiger. „Wir haben zwei gefährliche Situationen zugelassen, ansonsten stand unsere Defensive sicher“, meinte der SVG-Coach. Auch Mathis Ernst, der den Vorzug vor Georgios Mittas erhielt ein Lob. „Mathis hat überragend trainiert.“ (gsd)

Von Walter Gleitze

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