Fußball-Oberliga: SVG übernimmt wieder die rote Laterne

Eintracht Northeim unterliegt Aufsteiger Delmenhorst

Zweikampf: Northeims Christoph Ziegler (links) im Duell mit Delmenhorsts Patrick Degen. Gegen die Rand-Bremer kassierte die Eintracht am Sonntag die erste Heimpleite. Foto: zij

Northeim/Göttingen. „Heute haben wir endlich mal richtig Stimmung und viele Emotionen im Gustav-Wegner-Stadion gehabt. So macht Fußball doch richtig Spaß. Leider konnten meine Jungs das nicht so richtig aufnehmen. Die Delmenhorster dagegen schon. Deshalb haben sie auch verdient gewonnen.“

So bilanzierte Malte Froehlich, Trainer der Oberliga-Fußballer des FC Eintracht Northeim, am Sonntag die unerwartete 0:3-Heimniederlage seiner Truppe gegen Aufsteiger SV Atlas Delmenhorst. Die Gäste standen am Ende nach zwei Tätlichkeiten sogar in doppelter Unterzahl auf dem Platz (67./79.), nahmen aber dennoch völlig verdient die drei Punkte mit. „Wir hatten auch in der ersten Halbzeit schon mehr vom Spiel und haben verdient mit 1:0 geführt“, analysierte Altas-Coach Jürgen Hahn.

Nach dem Seitenwechsel ließen sich beide Mannschaften von der teils aggressiven Stimmung anstecken, die die rund 60 mitgereisten (oft pöbelnden) Delmenhorster Fans lautstark verbreiteten. Bei Rudelbildungen vor und nach den Roten Karten hatte Schiri Marco Scharf alle Hände voll zu tun, damit die Situation nicht eskaliert.

Letztlich war es wohl auch diese nicht alltägliche Situation, von der sich die Eintracht-Kicker möglicherweise beeinflussen ließen, wie der Coach feststellte. „Das kann ich mir durchaus vorstellen. Zumindest bei einem Teil unserer sehr jungen Mannschaft. Aber gerade so etwas macht doch den Reiz aus. Und wenn man davon träumt, perspektivisch vielleicht mal eine Liga höher zu spielen, dann muss man so etwas auch aushalten, wenn man von den gegnerischen Fans auch mal beleidigt wird. In der Regionalliga gibt es sowas fast jedes Wochenende. Das muss man in positive Energie umwandeln und nach dem Motto „Jetzt erst recht!“ weitermachen. Doch das ist uns heute leider nicht gelungen. Wir sind niedergekämpft worden und haben zurecht verloren.“

SVG abhängig von Duymelinck

Wie abhängig die SVG Göttingen von ihrem Mittelstürmer Lucas Duymelinck ist, zeigte sich einmal mehr bei der 2:3-Niederlage beim MTV Gifhorn. Der Ex-Nörtener fehlten von den bisherigen sieben Spielen allein drei (zweimal Bundeswehreinsatz, in Gifhorn wegen Rot gesperrt), erzielte in den vier Partien drei Treffer und ist mit Yannick Freyberg damit bester Torschütze. Und nun wird Duymelinck auch noch im Kellerduell des Göttinger Schlusslichts gegen den Tabellendrittletzten Lupo Martini Wolfsburg am kommenden Sonntag fehlen. Für zwei Spiele war er nach seiner Roten Karte beim 2:1 gegen den VfL Oldenburg gesperrt worden.

Dass die SVGer das Fußball spielen nicht verlernt haben, hatten sie ja mit dem 1:1 beim Tabellenzweiten Heeslingen bewiesen. Doch bringen sich die Schwarz-Weißen immer wieder durch individuelle Fehler um den Lohn ihrer Bemühungen. Wollen die Göttinger nicht ganz untergehen am 3. Oktober im Pokalspiel gegen den Drittligisten VfL Osnabrück, müssen diese Fehler schnellstens abgestellt werden. (mwa/wg-gsd)

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